Wie lange dauert es, bis das Kontrastmittel nach einer MRT oder CT ausgeschieden ist?
Kontrastmittel kommen bei der Magnetresonanztomographie (MRT) und der Computertomographie (CT) zum Einsatz, um die visuelle Differenzierung zwischen verschiedenen Gewebestrukturen zu verbessern. Infolgedessen können Tumore oder entzündliche Veränderungen sowie Gefäßanomalien im Rahmen der radiologischen Untersuchungen präziser beurteilt werden.
Die intravenös verabreichten, kontrastverstärkenden Radiopharmaka verbleiben aber nicht dauerhaft im Körper, sondern werden nach der Untersuchung wieder ausgeschieden. Dies erfolgt in den meisten Fällen über die Nieren (renal), bei einigen MRT-Kontrastmitteln aber auch über die Leber und Gallenwege. Je nach eingesetzter Substanz und individueller Nierenfunktion unterscheidet sich die Geschwindigkeit der Ausscheidung. Für Patienten mit vorerkrankten Nieren ist dieser Punkt besonders relevant, da eine verzögerte Ausscheidung mit Risiken verbunden sein kann.
Ausscheidung der Kontrastmittel nach einer MRT
Unter anderem sind Fachbereiche wie die Krebsmedizin (Onkologie) auf die kontrastmittelgestützte Bildgebung durch die MRT – beispielsweise im Zusammenhang mit Prostatakrebs – angewiesen. Je nach Fragestellung werden zur genaueren Gewebedifferenzierung bei MRT-Untersuchungen gadoliniumbasierte Kontrastmittel intravenös verabreicht.
Die Ausscheidung der Verbindungen erfolgt überwiegend renal, spezifische Mittel wie Primovist können aber auch einen dualen Eliminationsweg über Niere und Leber haben. Die Zeitspanne, nach der das Kontrastmittel über den Urin aus dem Körper entfernt ist, liegt im Fall von gesunden Patienten – also bei normaler Nierenfunktion – meist bei rund 24 Stunden .
Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate unter 30 ml/min) kann sich die Elimination aus dem Körper verzögern. Patienten mit einer schweren Niereninsuffizienz (Funktionsverlust mit verminderter Filtrationsleistung) scheiden das Kontrastmittel langsamer aus, was das Risiko für eine schwerwiegende Komplikation in Form der nephrogenen systemischen Fibrose (NSF) erhöht.
Jodhaltige Kontrastmittel in der CT
Bei der CT kommen jodhaltige Kontrastmittel zum Einsatz, die ebenfalls über die Nieren ausgeschieden werden. Die Substanz ist nach zwölf bis 24 Stunden weitgehend eliminiert. Auch hier verlängert sich der Ausscheidungsvorgang beim Vorliegen von Erkrankungen, durch die es zu Einschränkungen der Nierenfunktion kommt. Die verzögerte Elimination kann eine Kontrastmittel-induzierte Nephropathie (CIN) als Komplikationsrisiko nach sich ziehen. Da jodhaltige Kontrastmittel die Schilddrüsenfunktion beeinflussen können, ist im Rahmen der Untersuchung besonders auf Schilddrüsenerkrankungen, wie deren Überfunktion (Hyperthyreose) zu achten.
Mehr über LifeLink
Finden Sie jetzt die
Praxis in Ihrer Nähe!
Wir sind überzeugt, dass die Medizin von morgen anders aussehen sollte. Wir sehen den Menschen im Mittelpunkt exzellenter Medizin.
Fazit: Kontrastmittel werden bei gesunden Patienten innerhalb von 24 Stunden eliminiert
Sofern sich Patienten ohne Einschränkungen der Nierenfunktion einer radiologischen Untersuchung mit gadoliniumbasiertem oder jodhaltigem Kontrastmittel unterziehen, scheidet der Körper diese in der Regel innerhalb von 24 Stunden weitgehend aus.
Die Nierenfunktion ist dabei der entscheidende Faktor für die Ausscheidungsgeschwindigkeit, Einschränkungen der Filtrationsleistung verschlechtern den Abbau der Kontrastmittel. Patienten mit bekannten Nierenproblemen bzw. -funktionsstörungen müssen dies vor der Untersuchung ansprechen, damit das Fachpersonal in der durchführenden Praxis geeignete Vorsichtsmaßnahmen treffen kann.
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr nach der Untersuchung unterstützt die Ausscheidung der Kontrastmittel über die Nieren. Daher wird Patienten im Anschluss an die Untersuchung zur Verbesserung der Elimination des Kontrastmittels dazu geraten, ausreichend zu trinken.

