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Während sich mit radiologischen Bildgebungsverfahren die inneren Strukturen, Organe und Gewebe des Körpers sowie muskuloskelettale Sachverhalte untersuchen lassen, dient die PET-MRT als hybrides Verfahren zur Abbildung von Stoffwechselprozessen in den Zellen. Die Bezeichnung dieser Untersuchung als „hybrid“ beruht darauf, dass sie mit der Positronen-Emissions-Tomographie über eine nuklearmedizinische sowie mit der Magnetresonanztomographie über eine radiologische Komponente verfügt. Im Rahmen der Vorbereitung auf die Untersuchung sind seitens des Patienten bestimmte Vorgaben zu beachten. Erfahren Sie in diesem Artikel, warum insbesondere die Karenz im Hinblick auf zucker- und kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel vor einer PET-MRT eine wichtige Rolle spielt.
Inhalt

Muss man bei der PET-MRT nüchtern sein?

Mit der PET-MRT werden verschiedene Erkrankungen auf einer funktionellen Ebene untersucht. Dazu erfolgt die Injektion eines sogenannten „Tracers“ (radioaktiv markierte Verbindungen), der sich an Oberflächenstrukturen anreichert und diese damit sichtbar macht. Das Hybridverfahren kombiniert die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) als nuklearmedizinische Methode mit der Magnetresonanztomographie (MRT) als radiologischer Komponente.

Je nach Fragestellung kommen Radiotracer zum Einsatz, die durch Nahrungsbestandteile oder Arzneimittelwirkstoffe negativ beeinflusst werden können und im Ergebnis die Qualität der Bildgebung gefährden. Aus diesem Grund kann eine Nahrungskarenz, also das Einhalten bestimmter Ernährungsregeln in den Stunden bzw. Tagen vor der Untersuchung erforderlich sein. Darüber hinaus muss mit der durchführenden Praxis auch das Verhalten im Hinblick auf die Einnahme von Medikamenten besprochen werden.

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Bei welcher PET-MRT ist Nüchternheit besonders wichtig?

Ein vor allem für die Untersuchung onkologischer Pathologien und Entzündungssymptome unklarer Ursache eingesetzter Tracer ist 18F-FDG (Fluordesoxyglukose). Dabei handelt es sich um einen strukturell der Glukose ähnlichen Zucker, der mit radioaktivem Fluor markiert wurde.

Das Funktionsprinzip der PET-MRT basiert darauf, dass sich der Tracer bevorzugt in solchem Gewebe anreichert, das aufgrund besonderer zellulärer Vorgänge einen sehr hohen Glukosestoffwechsel zeigt, was auch bei Tumoren der Fall ist. Zugleich erfordert dies die Nüchternheit des Patienten vor der Untersuchung. Andernfalls – also bei einer Nahrungsaufnahme vor der PET-MRT – würde der Blutzuckerspiegel steigen. Die körpereigene Glukose würde dann mit dem Tracer um die Aufnahme in die Zellen konkurrieren. Die Folge wäre das Risiko einer geringeren Anreicherung des Tracers in den Zielstrukturen, wodurch die diagnostische Aussagekraft des Scans sinken würde.

Empfohlen wird daher eine Nüchternzeit von sechs bis zwölf Stunden vor Untersuchungsbeginn. Idealerweise liegt der Untersuchungstermin in den Morgenstunden, um die Nahrungskarenz im Interesse des Patienten nicht zu weit auszudehnen. Wichtig: Es sollte auf alles verzichtet werden, was den Blutzucker beeinflusst – also auch gesüßte Limonaden oder Fruchtsäfte, die neben häufig zugesetztem Zucker auch eigenen Fruchtzucker enthalten. Pures Wasser ist hingegen erlaubt, nicht zuletzt deshalb, weil eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr die spätere Ausscheidung des Tracers über die Nieren unterstützt.

Eine umfassende Karenzphase ist auch bei der Untersuchung des Herzens mittels kardialer FDG-PET-MRT erforderlich. Das Organ zeigt allgemein eine hohe Glukoseaufnahme, weshalb zur Vorbereitung ein speziell angepasster Ernährungsplan einzuhalten ist.

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Fazit: Bei einer PET-MRT mit Glukose-Tracer ist eine Nahrungskarenz einzuhalten

Ob der Patient zur Untersuchung mittels PET-MRT nüchtern erscheinen muss, entscheidet sich nach dem verwendeten Tracer. Während bei Scans mit PSMA-Bindungspartnern oder der DOTATOC-PET keine speziellen Ernährungsregeln einzuhalten sind, ist bei einer FDG-basierten Untersuchung die Nüchternheit medizinisch notwendig. Andernfalls besteht das Risiko einer verminderten diagnostischen Qualität, was in der Folge die Befundung erschweren und zu falsch-negativen Ergebnissen führen kann. Fragen zu den Einzelheiten der zu einzuhaltenden Nahrungskarenz werden regelmäßig im Rahmen der Patientenaufklärung erörtert.

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