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Nicht nur das Röntgen selbst basiert auf der Nutzung von Röntgenstrahlung, sondern auch bei der Computertomographie kommt sie zum Einsatz. Allerdings kann ionisierende Strahlung das Erbgut schädigen und in hoher Dosis sogar das die Bildung von Tumoren begünstigen. Patienten, die vor einer Untersuchung stehen, stellen sich daher oft und zurecht die Frage, ob durch die Untersuchung langfristig das Risiko steigt, an Krebs zu erkranken. In diesem Artikel zeigen wir kurz und kompakt auf, welche Wirkung von ionisierender Strahlung ausgeht und welche Korrelation zwischen Strahlendosis und Gefährdung besteht.
Inhalt

Kann man durch eine CT Krebs bekommen?

In der bildgebenden Diagnostik hat die Computertomographie (CT) zentrale Bedeutung, da sie in vielen Einrichtungen verfügbar ist und Informationen zu einem breiten Spektrum verschiedener Fragestellungen liefern kann. In der Radiologie wird das Schnittbildverfahren unter anderem zur Ausbreitungs- und muskuloskelettalen Diagnostik eingesetzt. Darüber hinaus eignet sich die CT mit Kontrastmittelunterstützung aber auch zur Gefäßbeurteilung und in Form der Kardio-CT für Herzuntersuchungen. Wichtig zu wissen ist aber auch, dass das Untersuchungsverfahren auf der Nutzung von ionisierender Röntgenstrahlung basiert. Dieser Umstand wirft bei Patienten häufig die Frage auf, ob durch die CT selbst ein Krebsrisiko entsteht.

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Die Wirkung ionisierender Strahlung

Ionisierende Strahlung kann das Erbgut (DNA) der Zellen direkt schädigen. Durch die Strahlung kommt es zu Veränderungen des DNA-Doppelstrangs, die jedoch von den zellulären Reparaturmechanismen in der Regel wieder behoben werden. Erfolgt jedoch keine vollständige Reparatur dieser Schäden, kann es zu einer sogenannten „Entartung“ der Zelle kommen.

Ein grundsätzliches Problem besteht dabei darin, dass es für ionisierende Strahlung keinen generellen Grenzwert gibt, bis zu dessen Erreichen die Einwirkung vollkommen risikolos wäre. Stattdessen steigt die Wahrscheinlichkeit für strahleninduzierte Schäden mit zunehmender Strahlendosis. Als Faustregel gilt: Pro Sievert (Sv, Einheit der Strahlendosis) steigt das lebenslange Krebsmortalitätsrisiko um etwa fünf Prozent (basierend auf einer Berechnungsformel der Internationalen Strahlenschutzkommission).

Zum Vergleich: Die natürliche Hintergrundstrahlung in Deutschland beträgt durchschnittlich 2,1 Millisievert (mSv) pro Jahr, wobei es regional große Unterschiede geben kann. Die Strahlendosis bei einer CT-Untersuchung ist maßgeblich davon abhängig, welche Körperregion untersucht wird und welches Protokoll dabei zur Anwendung kommt. Moderne Low-Dose-Verfahren erreichen inzwischen Werte von weniger als einem mSv, während die Dosis bei einer Ganzkörper-CT bis zu 20 mSv betragen kann.

Im Hinblick auf die zuvor erwähnte Faustregel bedeutet dies, dass sich das Krebsrisiko durch eine Ganzkörper-CT um 0,1 Prozent erhöht. Oder anders ausgedrückt: Infolge der Bestrahlung erhöht sich bei einem von 1.000 Patienten das Krebsrisiko. Daher wird die Gefahr, allein durch eine CT an Krebs zu erkranken, in der Medizin als gering eingeschätzt. Bei der Gefahren-Nutzen-Abwägung fällt das Ergebnis demnach in der Regel zugunsten der CT aus.

Besondere Risikogruppen: Kinder und Schwangere

Es gibt Patientengruppen, für die das mit der CT verbundene Strahlungsrisiko besonders streng abgewogen werden muss. Als besonders strahlensensibel gelten Kinder und Jugendliche, denn aufgrund des noch nicht abgeschlossenen Wachstumsprozesses sind in dieser Altersgruppe die Zellteilungsraten höher. Daten einer Studie deuten darauf hin, dass wiederholte CT-Scans zu einem erhöhten Krebsrisiko bei Kindern führen können [1]. Eine zweite Risikogruppe sind Schwangere, bei denen zum Schutz des Ungeborenen die Notwendigkeit der Untersuchung sehr genau gegen das mit ihr verbundene Risiko abzuwägen ist. Eine strahlenfreie Alternative bietet in diesem Fall die Magnetresonanztomographie (MRT).

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Fazit: Eine CT geht nur mit einem sehr geringen Krebsrisiko einher

Die Strahlendosis einer CT-Untersuchung ist aufgrund der Mehrschichtaufnahmen höher als im Vergleich zum einfachen Röntgen. Trotzdem ist das Risiko, allein aufgrund der ionisierenden Strahlung aus einer Einzeluntersuchung an Krebs zu erkranken, immer noch sehr gering. Abgesehen von Risikopatienten überwiegt damit in der Regel der konkrete diagnostische Nutzen. Gleichwohl gilt es, ungerechtfertigte CT-Untersuchungen zu vermeiden, gerade bei Heranwachsenden.

[1] Wang WH, Sung CY, Wang SC, Shao YJ. Risks of leukemia, intracranial tumours and lymphomas in childhood and early adulthood after pediatric radiation exposure from computed tomography. CMAJ. 2023 Apr 24;195(16):E575-E583. doi: 10.1503/cmaj.221303. PMID: 37094867; PMCID: PMC10125186.

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