Reizdarmsyndrom (RDS): Ursachen, Symptome, Diagnostik & Behandlung
Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine funktionelle Erkrankung des Darms, die in Deutschland schätzungsweise zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung betrifft [1]. Trotz Beschwerden, die das Alltagsleben und die Lebensqualität der Betroffenen teils erheblich einschränken, lassen sich oft keine strukturellen Veränderungen des Darms nachweisen. Dies macht die Erkrankung auch im Hinblick auf die Diagnosestellung zu einer Herausforderung. Die Abgrenzung (Differenzialdiagnostik) gegenüber anderen Pathologien ist beim Reizdarmsyndrom einer der zentralen Aspekte.
Von dem gastroenterologischen Krankheitsbild sind Frauen häufiger betroffen als Männer, der Altersgipfel liegt im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Neben dem individuellen Leidensdruck ist das Syndrom durch häufige Arztbesuche und Fehlzeiten in vielen Alltagssituationen eine Belastung. Aufgrund des häufigen Fehlens erkennbarer organischer Auslöser spielen eine sorgfältige Diagnostik und individuell abgestimmte Therapiekonzepte eine zentrale Rolle. Die bildgebenden Verfahren der Radiologie sind dabei vor allem differenzialdiagnostisch von Nutzen.
Was ist das Reizdarmsyndrom?
Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Das Reizdarmsyndrom ist eine funktionelle Darmerkrankung ohne klar erkennbare organische Ursache.
- Die Unterscheidung erfolgt nach dem jeweiligen Stuhlverhalten.
- Aufgrund der Symptome entsteht bei Betroffenen ein hoher Leidensdruck.
Beim Reizdarmsyndrom – auch als „Colica mucosa“ oder „Colitis spastica“ bekannt – handelt es sich um ein schwierig zu fassendes Krankheitsbild aus dem Bereich der Gastroenterologie, zu dessen zentralen Aspekten eine diffuse Verteilung der Beschwerden zählt. Diese stellen für den Arzt insofern eine Herausforderung dar, als dass sich bei Untersuchungen mittels Endoskop oder radiologischer Bildgebung häufig keine anatomischen Veränderungen erkennen lassen. Angesichts dieser besonderen Umstände wird das Beschwerdebild mitunter in den Bereich der psychosomatischen Erkrankungen eingeordnet.
Die Einteilung des Reizdarmsyndrom erfolgt basierend auf den Rom-IV-Kriterien, bei denen es sich um ein Klassifikationssystem für funktionelle Magen-Darm-Erkrankungen handelt [2]. Demnach setzt der Befund Reizdarmsyndrom voraus, dass bei Betroffenen wiederkehrende Bauchschmerzen (im Durchschnitt mindestens an einem Tag pro Woche über einen Zeitraum von drei Monaten) auftreten – mit einer Veränderung folgender Merkmale des Stuhlgangs:
- Frequenz,
- Darmentleerung (Defäkation) als Auslöser der Beschwerden,
- Konsistenz.
Bei mindestens zwei dieser drei Merkmale müssen Veränderungen vorliegen.
Im Rahmen der Diagnostik wird das Reizdarmsyndrom basierend auf dem Stuhlverhalten in verschiedene Subtypen unterschieden. Diese Einteilung ist für die Therapieplanung relevant, da bestimmte Maßnahmen gezielt auf den jeweiligen Subtyp nach abgestimmt werden.
Die Einteilung des Reizdarmsyndroms nach Rom IV im Überblick:
- RDS-D: Diarrhö-dominanter Typ, mit überwiegend flüssigem Stuhl
- RDS-O: Obstipations-dominanter Typ, mit überwiegend hartem oder selten abgesetztem Stuhl und Verstopfung
- RDS-M: Mischtyp, mit Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung
- RDS-U: kein primäres Stuhlverhalten erkennbar
Als besondere Variante tritt das postinfektiöse Reizdarmsyndrom (PI-RDS) auf. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu rund 30 Prozent der an infektiöser Gastroenteritis Erkrankten diesen Subtyp entwickeln [3]. Dabei scheint eine Abhängigkeit vom Erreger – unter anderem Salmonellen oder enterotoxische Escherichia coli – zu existieren.
Ursachen und Risikofaktoren des Reizdarmsyndroms
Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Die Entstehung des Reizdarmsyndrom ist bis heute nicht vollständig geklärt.
- Wahrscheinlich ist, dass es sich nicht um einen Auslöser, sondern ein multifaktorielles Geschehen handelt.
- Neben einer gestörten Darm-Hirn-Achse sind Infektionen, Stress und eine überempfindliche Darmschleimhaut mögliche Faktoren.
Die genauen Ursachen für die Entstehung des Reizdarmsyndroms sind in der Medizin bis heute nicht abschließend geklärt und es werden sehr unterschiedliche Mechanismen diskutiert. Mit einiger Wahrscheinlichkeit ist jedenfalls davon auszugehen, dass es sich um ein komplexes Zusammenspiel biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren handelt.
Ein konzeptioneller Ansatz zur Erklärung des Syndroms besteht in der Annahme einer Fehlleitung der sogenannten „Darm-Hirn-Achse“ – dem Kommunikationssystem zwischen dem Nervensystem des Darms (auch als „Bauchhirn“ bezeichnet) und dem zentralen Nervensystem (ZNS).
Ist der Informationsaustausch gestört, kann – so die Vermutung – eine verstärkte Stressreaktion entstehen. Mögliche Folge ist eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit des Darms gegenüber normalen Dehnungsreizen (viszerale Hypersensitivität). Bereits die normale Dehnung des Darms durch die Nahrung wird dann als schmerzhaft wahrgenommen.
Als weitere mögliche Ursache wird eine veränderte Beweglichkeit des Darms (zu langsame oder zu schnelle Passage in Kombination mit erhöhter Gasbildung) gesehen. Ebenfalls diskutiert wird der Einfluss des Darmmikrobioms. Eine Störung der Mikroorganismen im Darm könnte einen Teil der Krankheitsfälle erklären [4].
Aufgrund der schwierigen Beurteilung des Krankheitsbildes setzt die Suche nach Auslösern und Risikofaktoren bei verschiedenen pathophysiologischen Mechanismen an, wie
- einer individuell erhöhten Stressempfindlichkeit,
- Störungen des hormonellen Status (können zu reduzierter Darmbeweglichkeit führen),
- Auffälligkeiten im Gallensäuremetabolismus oder
- dem Reizdarmsyndrom vorangegangene Antibiotikatherapien.
Auch Stressfaktoren, Angststörungen und Depressionen werden mit dem Reizdarmsyndrom assoziiert [4]. Ob sie dem Reizdarmsyndrom vorausgehen oder als Folge der emotionalen Belastung entstehen, lässt sich im Einzelfall mitunter nicht unterscheiden.
Symptome des Reizdarmsyndroms
Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Die Veränderung von Stuhlkonsistenz und -frequenz ist ein typisches Symptom des Reizdarmsyndroms.
- Häufig klagen Betroffene über regelmäßig auftretende Bauchschmerzen.
- Verschiedene Symptome sind auch von Tumorerkrankungen bekannt.
Beim Reizdarmsyndrom können die Beschwerden in ihrer Ausprägung individuell sehr unterschiedlich sein. Eines der zentralen Symptome sind die wiederkehrenden Bauchschmerzen oder Bauchkrämpfe. Hier lässt sich bei Betroffenen häufig ein zeitlicher Zusammenhang mit dem Stuhlgang erkennen.
Bei vielen Betroffenen bessern sich die Beschwerden nach dem Kot absetzen, bei einem Teil der Fälle löst hingegen gerade der Stuhlgang die Symptome aus. Begleitend treten Blähungen (Meteorismus) und ein Gefühl der unvollständigen Darmentleerung auf.
Hinsichtlich des Stuhlverhaltens sind je nach Subtyp Unterschiede erkennbar: es kommt entweder zu Durchfall, Verstopfung (Obstipation) oder einem Wechsel zwischen beiden. Im Zuge des Reizdarmsyndroms kommt es zudem häufig zu einer Veränderung der Stuhlfrequenz und dem Auftreten weiterer Symptome wie:
- Völlegefühl oder Druckgefühl im Oberbauch,
- Übelkeit und Erbrechen,
- Austreten von Schleim,
- erschwerte Stuhlpassage.
Die Beschwerden verlaufen häufig schubweise – Phasen, in denen sich die Symptome intensiver zeigen, wechseln sich mit weitgehend beschwerdefreien Episoden ab.
Die genannten Krankheitszeichen können auch bei verschiedenen bösartigen Erkrankungen – wie gastroenterologischen Tumoren – auftreten, die in der Krebsmedizin (Onkologie) eine Rolle spielen
Diagnostik beim Reizdarmsyndrom
Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Die Medizin versucht zuerst verschiedene gut- und bösartige Erkrankungen auszuschließen.
- Anhand die Laborbefunde sind unter anderem Entzündungsmarker erkennbar.
- Die abdominelle und gastroenterologische Bildgebung fahndet nach strukturellen Veränderungen.
Aufgrund des Fehlens spezifischer struktureller Veränderungen handelt es sich beim Reizdarmsyndrom um eine Ausschlussdiagnose. Der diagnostische Prozess zielt also darauf ab, organische Erkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, eine Glutenunverträglichkeit sowie Darmkrebs oder infektiöse Darmerkrankungen abzuklären, bevor ein Reizdarmsyndrom diagnostiziert wird.
Den Ausgangspunkt bildet immer die Erhebung der Krankengeschichte. In diesem Rahmen werden unter anderem folgende Aspekte erfasst:
- Beginn der Symptome,
- Charakter und Verlauf der Symptome,
- Zusammenhänge mit der Nahrungsaufnahme,
- Zusammenhänge mit dem Stuhlgang sowie psychosozialen Belastungsfaktoren.
Die körperliche Untersuchung umfasst die Inspektion und das Abtasten des Abdomens, um tastbare Raumforderungen oder druckschmerzhafte Bereiche zu identifizieren.
Labordiagnostik
Die Labordiagnostik liefert wichtige Hinweise auf mögliche organische Ursachen. Zu den Basisdiagnostiken gehört ein großes Blutbild zum Ausschluss einer Blutarmut und der Test von Entzündungsmarkern wie CRP (C-reaktives Protein als Entzündungsmarker im Blut). Darüber hinaus werden im Labor unter anderem
- die Schilddrüsenwerte (zur Abgrenzung von Schilddrüsenstörungen),
- Antikörper gegen Gewebstransglutaminase (zur Zöliakie-Diagnostik) sowie
- Proteine, die auf eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung hinweisen
untersucht. Um eine Lactose-, Fructose- oder Sorbitintoleranz auszuschließen, lassen sich entsprechende Atemtests durchführen.
Bildgebende Diagnostik
Die Bildgebungsverfahren spielen im Rahmen der Differenzialdiagnostik eine wichtige Rolle, insbesondere bei vermeintlich onkologischen Warnzeichen oder einem atypischen Beschwerdeverlauf.
Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) des Abdomens gibt einen ersten Überblick, da sie ohne aufwändige Vorbereitung eine Betrachtung der Organe des Bauchraums (Abdomen) ermöglicht. Mit dem strahlungsfreien Verfahren lassen sich Raumforderungen, Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle oder auffällige Veränderungen der Darmwand sichtbar machen.
Die Magnetresonanztomographie (MRT) des Abdomens – etwa als MR-Enterographie (eine Spezialuntersuchung zur Darstellung des Dünndarms) oder MR-Kolonographie – sind belastungsarme und patientenschonende Verfahren, die eine Begutachtung des gesamten Darmsegments ermöglichen, ohne dass auf eine endoskopische Methode zurückgegriffen werden muss. In den Untersuchungen lassen sich beispielsweise entzündliche Wandverdickungen, krankhafte Verengungen des Darmquerschnitts oder Fisteln erkennen – Zeichen, die eher für eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung sprechen.
Im Kontext der Differenzialdiagnostik spielt auch die Computertomographie (CT) als Ergänzung eine Rolle – etwa bei akuten Bauchbeschwerden, die auf einen medizinischen Notfall hindeuten, oder wenn im Zusammenhang mit entsprechenden Warnzeichen gezielt onkologische Fragestellungen zu beantworten sind.
Bei Vorliegen bestimmter Krankheitszeichen oder einem Erkrankungsbeginn nach dem 50. Lebensjahr gehört die Darmspiegelung (endoskopische Untersuchung des gesamten Dickdarms) zum Untersuchungsspektrum. Sie erlaubt die visuelle Beurteilung der Darmschleimhaut und die Entnahme von Gewebeproben zur Analyse unter dem Mikroskop.
Termine in der Radiologie und Nuklearmedizin reservieren – bei LifeLink jederzeit bequem online
Die Einhaltung hoher Standards und das Erreichen einer exzellenten Befundungsqualität sind handlungsleitende Ansprüche, die uneingeschränkt an allen bundesweiten LifeLink-Standorten gelten. Deshalb setzen wir bei unserem umfassenden Angebot an Standarddiagnostik und Spezialuntersuchungen in der Radiologie und Nuklearmedizin sowie bei Behandlungen im Rahmen der Strahlentherapie auf modernste Geräte, die von hochqualifizierten Fachärzten und hervorragend ausgebildeten Radiologieassistenten unter Anwendung präziser Verfahrensprotokolle bedient werden. Unabhängig davon, um welche Untersuchung oder Behandlung es geht – die Praxisteams an den LifeLink-Standorten bieten unseren Patienten von der ersten Minute an optimalen Service und eine umfassende Betreuung. Untersuchungs- und Behandlungstermine können bei LifeLink jederzeit über das komfortable Online-Buchungstool reserviert werden – einfach, schnell und direkt.
Mehr über LifeLink
Finden Sie jetzt die
Praxis in Ihrer Nähe!
Wir sind überzeugt, dass die Medizin von morgen anders aussehen sollte. Wir sehen den Menschen im Mittelpunkt exzellenter Medizin.
Behandlung des Reizdarmsyndroms
Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Für das Reizdarmsyndrom gibt es aktuell keine ursächliche Behandlung.
- Viele Maßnahmen zielen auf eine Verbesserung der Lebensqualität ab.
- Mit Medikamenten können die Symptome – Durchfall und Verstopfung – behandelt werden.
Da das Reizdarmsyndrom keine einheitliche organische Ursache aufweist, erfolgt die Behandlung im Rahmen individuell abgestimmter Therapiekonzepte. Der Fokus liegt dabei auf einer Verminderung der Beschwerden, wodurch sich für den Patienten eine Verbesserung der Lebensqualität ergeben soll.
Ernährung und Lebensstil
Die Ernährungstherapie ist für viele vom Reizdarmsyndrom Betroffene ein zentraler Behandlungsschritt. Bei der sogenannten „Low-FODMAP-Diät“ geht es um die Reduktion bestimmter, fermentierbarer Zucker – wie einiger Oligo-, Di-, Monosaccharide und Polyole – die im Dickdarm vergärt werden und Blähungen verursachen können. Damit soll eine Besserung der Symptome erreicht werden. Kritische Lebensmittel sind unter anderem
- Weizen,
- Hülsenfrüchte,
- Zwiebeln und
- bestimmte Obst- und Gemüsesorten.
Aber auch der Verzicht auf Alkohol oder sehr fettreiche Speisen kann zu einer Linderung führen. Darüber hinaus werden als Teil der Behandlung regelmäßige körperliche Aktivität, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine Reduktion von Koffein empfohlen, um Beschwerden positiv zu beeinflussen.
Ein weiterer Ansatz sind individuelle Eliminationsdiäten. Mit diesen wird das Ziel verfolgt, auslösende Nahrungsmittel zu identifizieren, um diese anschließend in der Ernährung gezielt vermeiden zu können.
Medikamentöse Therapie und Psychotherapie
Die medikamentöse Behandlung zielt auf die Linderung der Symptome ab und orientiert sich am Subtyp des Syndroms. Bei Durchfall-dominierten Formen kommen beispielsweise Antidiarrhoika zum Einsatz, während im Fall von Verstopfungen Abführmittel oder Substanzen, die den Darm zur Flüssigkeitssekretion anregen, verwendet werden. Bauchkrämpfe können mit krampflösenden Mitteln (Spasmolytika) behandelt werden, während den Serotoninstoffwechsel beeinflussende Wirkstoffe auf die Darm-Hirn-Achse modulierend wirken.
Da hinsichtlich der Entstehung und Chronifizierung des Reizdarmsyndroms auch psychosoziale Faktoren diskutiert werden, sind psychotherapeutische Verfahren eine weitere Komponente in der Behandlung. Neben Entspannungstechniken und einem umfassenden Stressmanagement können Verhaltenstherapien und Hypnosetechniken individuell angewendet werden.
FAQ zum Reizdarmsyndrom: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Kann das Reizdarmsyndrom in eine schwerwiegende Darmerkrankung übergehen?
Nein, das Reizdarmsyndrom erhöht das Darmkrebsrisiko nicht und geht auch nicht in eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung über. Allerdings ist eine regelmäßige ärztliche Begleitung zu empfehlen, um neu auftretende Warnzeichen frühzeitig richtig zu erkennen und die Diagnose bei einer Veränderung des Beschwerdemusters erneut zu überprüfen.
Wie lange dauert die Behandlung des Reizdarmsyndroms?
Das Reizdarmsyndrom verläuft oft chronisch, weshalb die Behandlung langfristig angelegt ist und sich eine konkrete Behandlungsdauer nicht pauschal angeben lässt. Viele Betroffene profitieren von einer dauerhaften Ernährungsanpassung und Methoden zur Stressbewältigung. Während der akuten Phasen erfolgt eine gezielte medikamentöse Behandlung.
Können Faktoren wie Rauchen oder Übergewicht das Erkrankungsrisiko beeinflussen?
Da die genauen Ursachen des Reizdarmsyndroms noch nicht bekannt sind, ist auch eine zuverlässige Aussage über etwaige Risikofaktoren schwierig. Da aber das Rauchen grundsätzlich negative Effekte auf die Darmbeweglichkeit hat und Entzündungsprozesse im Magen-Darm-Trakt begünstigt und Übergewicht mit einem erhöhten Risiko für funktionelle Magen-Darm-Beschwerden assoziiert ist, liegt die Annahme ungünstiger Auswirkungen nahe [5].
[1] Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), Digitale S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie, online verfügbar unter: Link (Datum des letzten Zugriffs: 08.05.2026).
[2] Hellström PM, Benno P. The Rome IV: Irritable bowel syndrome – A functional disorder. Best Pract Res Clin Gastroenterol. 2019 Jun-Aug;40-41:101634. doi: 10.1016/j.bpg.2019.101634. Epub 2019 Jul 18. PMID: 31594650.
[3] Thabane M, Marshall JK. Post-infectious irritable bowel syndrome. World J Gastroenterol. 2009 Aug 7;15(29):3591-6. doi: 10.3748/wjg.15.3591. PMID: 19653335; PMCID: PMC2721231.
[4] Sulaimi F, Ong TSK, Tang ASP, Quek J, Pillay RM, Low DT, Lee CKL, Siah KTH, Ng QX. Risk factors for developing irritable bowel syndrome: systematic umbrella review of reviews. BMC Med. 2025 Feb 21;23(1):103. doi: 10.1186/s12916-025-03930-5. PMID: 39985070; PMCID: PMC11846330.
[5] Mahmood K, Riaz R, Ul Haq MS, Hamid K, Jawed H. Association of cigarette smoking with irritable bowel syndrome: A cross-sectional study. Med J Islam Repub Iran. 2020 Jul 1;34:72. doi: 10.34171/mjiri.34.72. PMID: 33306053; PMCID: PMC7711034.

