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Mit der PET-CT steht der Onkologie und der Kardiologie eine bildgebende Methode mit weitem Anwendungsbereich zur Verfügung. Durch die Kombination eines nuklearmedizinischen und eines radiologischen Verfahrens lässt sich ganz ohne Eingriff nach Krankheiten suchen. Allerdings birgt der mit der PET-CT verbundene Einsatz von ionisierender Strahlung und Kontrastmitteln auf Jodbasis auch Risiken. Daher klären wir in diesem Kurzbeitrag, ob Patienten sich bei der PET-CT einer Gefahr aussetzen und zeigen auf, warum die Untersuchung trotzdem als gut verträglich gilt.
Inhalt

Ist die PET-CT gefährlich?

In der Medizin spielt die PET-CT als hybride Untersuchung (kombiniert aus einer nuklearmedizinischen Methoden und einem radiologischen Verfahren in der Ausbreitungsdiagnostik, der Suche nach Rezidiven oder zur Klärung kardiologischer Fragen eine Rolle. Dabei stützt sich die Bildgebung auf den Einsatz schwach radioaktiv markierter Verbindungen (Tracer) und ionisierender Strahlung. Bei Letzterer handelt es sich um die Röntgenstrahlung, auf der die Funktionsweise der Computertomographie (CT) beruht. Nachvollziehbarerweise stellt sich daher seitens der Patienten die Frage, ob mit der PET-CT unmittelbare Gefahren oder zumindest Risiken verbunden sind. Allgemein gilt das Verfahren jedoch als gut verträglich und Komplikationen treten nur bei wenigen Patienten auf.

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Wie hoch ist die Gefahr durch die Strahlenbelastung bei der PET-CT?

Die Strahlenbelastung ergibt sich sowohl aus der PET- als auch der CT-Komponente. Der radioaktive Tracer variiert jedoch je nach Fragestellung. Für das Staging bei neuroendokrinen Tumoren (NET) wird oft Gallium-68-DOTATOC verwendet, bei anderen Tumorvarianten kommt hingegen das Glukoseanalogon Fluordeoxyglucose (FDG) zum Einsatz. Die Strahlenbelastung liegt meist bei ca. 5 bis 10 mSv (Millisievert).

Wie hoch die Strahlung aus der CT-Komponente ist, hängt von der untersuchten Körperregion und dem verwendeten Protokoll ab. Mit speziellen Low-Dose-Aufnahmetechniken lässt sich die Belastung deutlich reduzieren. Die Gesamtdosis liegt bei einer PET-CT oft zwischen 10 und 25 mSv. Damit entspricht sie dem bis zu 2,5-fachen des vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) für Deutschland angegebenen Höchstwerts der natürlichen Strahlung von 10 mSv (Durchschnitt 2,1 mSv) pro Jahr [1]. Aus medizinischer Sicht gilt dieses Strahlenrisiko bei vielen Indikationen als akzeptabel – gerade angesichts der Folgen, die spät erkannte Tumore haben können.

Drohen bei der PET-CT Gefahren durch das Kontrastmittel?

Sofern im Rahmen der CT-Komponente ein jodhaltiges Kontrastmittel verabreicht wird, sind in seltenen Fällen Reaktionen wie Übelkeit, Wärmegefühl, Kopfschmerzen oder ein metallischer Geschmack möglich. Schwere anaphylaktische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen des Immunsystems) auf das Kontrastmittel sind jedoch selten. Zur Sicherheit lassen sich Arzneimittel zur Dämpfung allergischer Reaktionen einsetzen.

Bei Patienten mit

ist ein besonderes Vorgehen erforderlich. Einerseits, da jodhaltige Kontrastmittel über die Nieren ausgeschieden werden und eine Verschlechterung bestehender Funktionsstörungen bis zum Organversagen (kontrastmittelinduziertes Nierenversagen, kurz CIN) möglich ist. Auf der anderen Seite besteht bei einer Schilddrüsenüberfunktion die Gefahr einer schweren Stoffwechselentgleisung (thyreotoxische Krise), was eine medikamentöse Blockade der Jodaufnahme oder das Ausweichen auf Alternativen notwendig macht.

Ist eine Sedierung während der PET-CT gefährlich?

Grundsätzlich ist die PET-CT eine nicht-invasive und belastungsarme Untersuchung. Bei Patienten mit Klaustrophobie oder mit neurologischen Erkrankungen mit ausgeprägter motorischer sowie bei Kindern, die nicht über längere Zeit still liegen können, kann eine medikamentöse Beruhigung während der Durchführung der Untersuchung erforderlich sein. Die Sedierung macht eine umfassende, vorherige ärztliche Abklärung sowie Überwachung notwendig, da Risiken in Form unerwünschter Kreislaufreaktionen und einer Atemdepression (Verlangsamung der Atemtätigkeit) bestehen.

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Fazit: Die PET-CT bringt Risiken mit, jedoch überwiegt der medizinische Nutzen oft

Die PET-CT liefert als bildgebendes Verfahren vor allem in Bezug auf maligne Erkrankungen wertvolle Informationen. Daher überwiegt der medizinische Nutzen der Untersuchung häufig die mit ihr verbundenen Risiken, die sich aus der Strahlenbelastung, der Kontrastmittelverwendung und einer möglichen Sedierung ergeben. Daher findet für jede Untersuchung eine umfassende Risiko-Nutzen-Abwägung statt, obwohl die PET-CT allgemein als allgemein gut verträglich gilt und Komplikationen verhältnismäßig selten auftreten.

[1] Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Natürliche Strahlung in Deutschland, online verfügbar unter: Link (Datum des letzten Zugriffs: 23.03.2026).

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