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Wächterlymphknoten-szintigraphie

Bei zahlreichen bösartigen Tumoren läuft die Metastasierung über das Lymphsystem ab. Für die Stellung einer Prognose und die Therapieentscheidung ist deshalb der Zustand der ersten Lymphknotenstation von erheblicher Bedeutung. Die Wächterlymphknotenszintigraphie macht die entsprechenden Lymphknoten sichtbar und ermöglicht somit die gezielte Entnahme von Gewebeproben zur Untersuchung auf das Vorhandensein von Tumorzellen. Somit trägt das Verfahren entscheidend dazu bei, ausgedehnte Lymphknotenentfernungen zu vermeiden. Erfahren Sie auf dieser Seite Wichtiges und Wissenswertes über die Bedeutung, die Indikationen und den Ablauf der Wächterlymphknotenszintigraphie.

Wächterlymphknotenszintigraphie: Schonende Diagnostik zur gezielten Therapieplanung bei Krebserkrankungen

Bei vielen bösartigen (malignen) Tumoren breiten sich Krebszellen über die Lymphbahnen aus, bevor es zu einer Fernmetastasierung kommt. Die ersten Lymphknoten, die von den Tumorzellen erreicht werden, bezeichnet die Krebsmedizin (Onkologie) als „Wächterlymphknoten“ (bzw. auch „Sentinel-Lymphknoten“, kurz SLN). Sind diese frei von Tumorzellen, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass auch die anderen Lymphknotenstationen nicht befallen sind. Dies herauszufinden, ist die Aufgabe der Wächterlymphknotenszintigraphie.

Der Ablauf des Verfahrens ähnelt dem der Lymphszintigraphie zur Darstellung des Lymphabflusses. Eine schwach radioaktive Verbindung (Radiotracer) wird injiziert und kann mit einer Gammakamera aufgenommen werden. Was die Verfahren voneinander unterscheidet: Die Verabreichung des Tracers erfolgt bei der Wächterlymphknotenszintigraphie in unmittelbarer Nähe des Tumors, da es gilt, eine mögliche Anreicherung von Tumorzellen in den ersten Lymphknoten zu identifizieren. Wie weit sich der Tumor bereits ausgebreitet hat, ist sowohl für die konkrete Therapieentscheidung als auch für die individuelle Prognosestellung von Bedeutung.

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Bedeutung und Funktionsweise der Wächterlymphknotenszintigraphie: Wissenswertes kurz erklärt

Wichtige Fakten auf einen Blick:

  • Sind die Wächterlymphknoten nicht von Tumorzellen befallen, gilt dies als positives Zeichen.
  • Das Verfahren bestimmt die Ausbreitung eines Tracers und markiert damit nur die nächstgelegenen Lymphknoten.
  • Den eigentlichen Befund bezüglich eines Befalls der Wächterlymphknoten liefert die feingewebliche Untersuchung.

In der Onkologie wird die Wächterlymphknotenszintigraphie eingesetzt, um die Lymphknoten zu identifizieren, die die vom Primärtumor abgehenden Krebszellen über die Lymphbahnen zuerst passieren. Dazu wird häufig auf Technetium-99m als Radionuklid gesetzt. Wichtig für das Verständnis ist an dieser Stelle, dass mit dem Tracer nicht der Tumor identifiziert wird. Das Verfahren zielt einzig und allein darauf ab, die Wächterlymphknoten sichtbar zu machen.

Voraussetzung für den Einsatz der Wächterlymphknotenszintigraphie ist der gesicherte Befund eines Primärtumors inklusive dessen Lokalisation, wofür häufig bildgebende Methoden wie die Magnetresonanztomographie (MRT) oder die PET-CT zur Anwendung kommen.

Besonders wichtig ist die genaue Identifizierung der Wächterlymphknoten bei Krebserkrankungen, die in Regionen mit vielen Lymphknoten – beispielsweise die Achseln und die Leistengegend – auftreten. Auch wenn die Wächterlymphknoten in der körperlichen Untersuchung oder in der Bildgebung unauffällig erscheinen, schließt dies kleine Absiedelungen des Primärtumors nicht aus. Sollten Absiedlungen in der Gewebeprobe gefunden werden, entscheidet der seitens der Pathologie gestellte Befund, in welchem Umfang die Entfernung der Lymphknoten erfolgen soll.

Indikationen für die Wächterlymphknotenszintigraphie: Bei welchen Tumoren kommt das Verfahren zum Einsatz?

Die Anwendung der Wächterlymphknotenszintigraphie ist besonders bei solchen Krebserkrankungen verbreitet, die eine starke Tendenz zur Metastasierung über die Lymphbahnen haben. Dieses Risiko besteht nicht bei allen Tumortypen, weshalb die Anwendung des Verfahrens stets individuell abgewogen wird.

Ablauf der Wächterlymphknotenszintigraphie: Die wichtigsten Schritte im Überblick

Hinsichtlich der Durchführung der Wächterlymphknotenszintigraphie sind in der Regel keine besonderen Vorbereitungen seitens des Patienten erforderlich. Wie bei anderen Verfahren der Nuklearmedizin findet auch vor einer Wächterlymphknotenszintigraphie eine Patientenaufklärung statt, in der es unter anderem um Informationen zur Durchführung der Untersuchung und mögliche Kontraindikationen geht.

Was die Wächterlymphknotenszintigraphie von vielen anderen Bildgebungsverfahren unterscheidet: Die Anfertigung der Bilder erfolgt meist als unmittelbare Operationsvorbereitung. Anhand der Befunde wird das Resektionsareal festgelegt.

Nach der Aufnahme des Tracers erfolgt die radioaktive Markierung (zusätzlich kann ein Farbstoff zur besseren Unterscheidung des Gewebes verwendet werden), auf deren Basis die betroffenen Lymphknoten nach am selben oder dem darauffolgenden Tag chirurgisch entfernt werden. Häufig erfolgt dies zusammen mit der operativen Entfernung des eigentlichen Tumors. Anschließend erfolgt die histologische Untersuchung des Lymphknotengewebes auf das Vorhandensein von Krebszellen. Vom Ergebnis dieser Untersuchung hängt ab, ob im Rahmen der Operation nur die Wächterlymphknoten entfernt oder das Lymphknotenareal großflächiger reseziert werden muss. Liegt das Ergebnis der Untersuchung des Tumors erst nach einigen Tagen vor, erfolgen die Szintigraphie der Wächterlymphknoten und deren Entfernung in einem zweiten Eingriff.

Termine für die radiologische oder nuklearmedizinische Untersuchungen vereinbaren – bei LifeLink einfach und flexibel online

Die Wächterlymphknotenszintigraphie ist nur ein Verfahren aus dem umfassenden Bereich der radiologischen und nuklearmedizinischen Diagnostik, die LifeLink als deutschlandweites Praxisnetzwerk anbietet. Zu unserem Portfolio gehören neben sämtlichen basisdiagnostischen Untersuchungen auch zahlreiche Spezialverfahren und strahlentherapeutische Behandlungen. Unabhängig von Verfahren und Fachbereich gewährleisten unsere erfahrenen Fachärzte und unser exzellentes Praxispersonal stets erstklassige Qualität. Um unserem hohen Anspruch an Patientenbetreuung und -sicherheit jeden Tag in vollem Umfang gerecht zu werden, setzen wir auf die Nutzung modernster Geräte und die Anwendung präziser Protokolle. Für eine Terminvereinbarung am nächstgelegenen LifeLink-Standort steht den Patienten unser intuitives Online-Buchungstool rund um die Uhr zur Verfügung. So gelingt die Reservierung jederzeit im Handumdrehen – einfach, schnell und direkt.

FAQ zur Wächterlymphknotenszintigraphie: Die wichtigsten Fragen und Antworten

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