Grundsätzlich ist vor der Behandlung zu prüfen, ob Faktoren vorliegen, die gegen eine Infiltration des Iliosakralgelenks sprechen. Dazu gehören unter anderem
- aktive Infektionen im Bereich der Einstichstelle,
- systemische Infektionen (Risiko einer Keimverschleppung in das Gelenk),
- Fieber unklarer Ursache,
- nachgewiesene Blutgerinnungsstörungen,
- die Einnahme gerinnungshemmender Medikamente und
- bekannte Allergien gegenüber den verwendeten Medikamenten.
Aber auch eine Schwangerschaft spricht gegen die Anwendung der Iliosakralgelenk-Infiltration, wegen der eingesetzten Medikamente und der mit dem radiologischen Bildgebungsverfahren einhergehenden Strahlenexposition.
Zu den möglichen Komplikationen der Iliosakralgelenk-Infiltration zählen Infektionen des Gelenks, die durch die Verschleppung von Keimen entstehen können, und die Verletzung umliegender Strukturen infolge einer falsch platzierten Nadel. Zudem kann es unmittelbar nach dem Eingriff zu einer vorübergehenden Verstärkung der Schmerzen kommen. Dieser Zustand klingt üblicherweise nach wenigen Tagen wieder ab.
Bei Patienten mit Diabetes mellitus kann die Gabe von Kortikosteroiden vorübergehend zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen, weshalb engmaschige Kontrollen erforderlich sind.