Was macht ein Facharzt für Laboratoriumsmedizin?
Fachärzte für Laboratoriumsmedizin spielen auch ohne direkten Patientenkontakt eine wichtige Rolle bei der Diagnostizierung vieler verschiedener Erkrankungen. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist…
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Leistung
Schmerzen im unteren Rückenbereich, die sich bis ins Gesäß oder Becken ziehen, können verschiedene Ursachen haben – unter anderem das Iliosakralgelenk. Neben Gelenkverschleiß können auch Entzündungen Beschwerden auslösen. Schlägt eine konservative Behandlung nicht an, besteht mit der bildgesteuerten Iliosakralgelenk-Infiltration die Möglichkeit, Schmerzmittel und entzündungshemmende Wirkstoffe direkt in das Gelenk einzubringen. Erfahren Sie hier mehr über die relevanten Indikationen und den Ablauf dieses Verfahrens.
Das Iliosakralgelenk (ISG, auch als „Sakroiliakalgelenk“ oder „Kreuz-Darmbeingelenk“ bezeichnet) verbindet das Kreuzbein (den Fortsatz der Wirbelsäule zwischen den beiden Beckenschaufeln) mit dem Darmbein und stellt damit den knöchernen Kontakt zwischen der Wirbelsäule und dem Becken her. Als eines der größten Gelenke im Körper überträgt es einen erheblichen Teil der Körperlast auf die unteren Extremitäten und ist deshalb hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt.
Erkrankungen oder Reizungen des Iliosakralgelenks äußern sich oft als tiefsitzende Schmerzen im unteren Rücken- oder Gesäßbereich. Die Beschwerden können bis in den Oberschenkel oder die Leiste ausstrahlen. Da eine klinische Abgrenzung der ISG-Beschwerden von anderen Ursachen für Rückenschmerzen herausfordernd ist, erfüllt die bildgesteuerte Iliosakralgelenk-Infiltration eine Doppelrolle: Sie dient der Therapie und kann gleichzeitig als diagnostisches Instrument eingesetzt werden. Bessern sich die Beschwerden nach der Injektion eines Betäubungsmittels, ist dies der Hinweis auf das Iliosakralgelenk als Schmerzquelle.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
Das Verfahren der Iliosakralgelenk-Infiltration dient einerseits der Behandlung von Schmerzzuständen, wenn es zu Reizungen oder Entzündungen des Iliosakralgelenks kommt. Auf der anderen Seite ist es für die diagnostische Beurteilung von Rückenbeschwerden, die im Zusammenhang mit dem Iliosakralgelenk stehen können, von Bedeutung.
Je nach Funktion unterscheidet sich die konkrete Anwendung der Methode, insbesondere im Hinblick auf die injizierten Medikamente. Soll der Verdacht geprüft werden, dass das Iliosakralgelenk Auslöser der Beschwerden ist, kommen Schmerzmittel mit sehr begrenzter Wirkdauer zum Einsatz, um die Weiterleitung der Schmerzimpulse kurzzeitig zu blockieren. Ist der Patient nach der Injektion schmerzfrei, ist dies ein deutlicher diagnostischer Hinweis auf die Ursächlichkeit des Iliosakralgelenks für die Symptome.
Im Rahmen des therapeutischen Verfahrens werden ein Schmerzmittel für ein schnelles Abklingen der Beschwerden und ein Kortikosteroid zur längerfristigen Entzündungskontrolle eingesetzt.
Da für das Einbringen der Medikamente die Nadel korrekt platziert werden muss, wird die Iliosakralgelenk-Infiltration in das Gelenkinnere (intraartikuläre Injektion) oder den umgebenden Bandapparat und das Weichgewebe (periartikulär) unter Bildkontrolle – in der Regel mittels Computertomographie (CT), Ultraschall (Sonographie) oder Röntgen – durchgeführt. Somit muss sich der behandelnde Arzt nicht auf äußere anatomische Referenzpunkte zur Orientierung verlassen, sondern nutzt die Aufnahmen für eine Navigation basierend auf den individuellen Körperstrukturen.
Indikationen für die Iliosakralgelenk-Infiltration
Die Iliosakralgelenk-Infiltration kommt in erster Linie bei Schmerzen zum Einsatz, die dem Iliosakralgelenk zugeordnet werden können und auf konservative Maßnahmen wie Physiotherapie und medikamentöse Schmerztherapie nicht ausreichend ansprechen. Ein Hinweis auf das Gelenk als Ursache sind dumpfe, tiefsitzende Schmerzen im Gesäß mit einer Ausstrahlung in die Leisten oder Oberschenkel, bei denen eine Behandlung auf Bandscheibenprobleme nicht anschlägt (ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule kann ähnliche Anzeichen hervorrufen).
Eine häufig auftretende Indikationen für die Iliosakralgelenk-Infiltration sind degenerative Veränderungen des Gelenks (Arthrose), bei denen ein Verschleiß der Gelenkflächen, Bänder oder Kapselstrukturen zu einem chronischen Reizzustand führt. Diese Form ist vor allem bei Menschen im höheren Alter verbreitet, kann aber auch nach Wirbelsäulenoperationen auftreten, wenn es durch die veränderte Belastungswirkung auf das Iliosakralgelenk zu dessen übermäßiger Beanspruchung kommt.
Eine weitere Indikation ist eine entzündliche Erkrankung des Iliosakralgelenks (Sakroiliitis). Sie kann unter anderem im Rahmen einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung der Wirbelsäule (Spondyloarthritis) auftreten. Die gezielte intraartikuläre Kortikosteroid-Injektion trägt in diesem Fall zur lokalen Entzündungskontrolle bei.
Grundsätzlich ist vor der Behandlung zu prüfen, ob Faktoren vorliegen, die gegen eine Infiltration des Iliosakralgelenks sprechen. Dazu gehören unter anderem
Aber auch eine Schwangerschaft spricht gegen die Anwendung der Iliosakralgelenk-Infiltration, wegen der eingesetzten Medikamente und der mit dem radiologischen Bildgebungsverfahren einhergehenden Strahlenexposition.
Zu den möglichen Komplikationen der Iliosakralgelenk-Infiltration zählen Infektionen des Gelenks, die durch die Verschleppung von Keimen entstehen können, und die Verletzung umliegender Strukturen infolge einer falsch platzierten Nadel. Zudem kann es unmittelbar nach dem Eingriff zu einer vorübergehenden Verstärkung der Schmerzen kommen. Dieser Zustand klingt üblicherweise nach wenigen Tagen wieder ab.
Bei Patienten mit Diabetes mellitus kann die Gabe von Kortikosteroiden vorübergehend zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen, weshalb engmaschige Kontrollen erforderlich sind.
Ablauf der Iliosakralgelenk-Infiltration
Die Injektion von Medikamenten in das Iliosakralgelenk gehört heute zum medizinischen Standard, wenn es zum Versagen konservativer Behandlungsverfahren bei Schmerzen im Becken mit einer Ausstrahlung in die Oberschenkel kommt. Für die Durchführung muss der Patient in den meisten Fällen nicht stationär aufgenommen werden.
Vor der Iliosakralgelenk-Infiltration findet eine ausführliche Aufklärung des Patienten statt. Hierbei geht es um die Darlegung des Ablaufs und möglicher Risiken. Idealerweise sollten dem Arzt die Ergebnisse einer Magnetresonanztomographie (MRT) oder CT vorliegen, um die strukturellen Verhältnisse des Iliosakralgelenks beurteilen zu können. Patienten, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, müssen vor der Behandlung klären, ob diese Präparate vorübergehend zu pausieren sind oder ob diese die Durchführung der Injektion ausschließen.
Für die Infiltration des Iliosakralgelenks nimmt der Patient in der Regel eine Bauchlage ein. Nach einer Desinfektion der Haut und einer örtlichen Betäubung des Einstichbereichs wird die Injektionsnadel unter Bildführung in das Iliosakralgelenk oder den periartikulären Bereich eingeführt. Bei der Anwendung unter Röntgendurchleuchtung führt die Applikation eines Kontrastmittel zu einer besseren Kontrolle der korrekten Lage der Nadel im Gelenkspalt. Erst nach der Lagebestätigung erfolgt die eigentliche Injektion des Medikaments.
Da die Behandlung im Regelfall ambulant durchgeführt wird, kann der Patient die Praxis nach einer kurzen Wartezeit (um zu prüfen, ob Nebenwirkungen auftreten) verlassen. Nach der Injektion sollte für mindestens vier Stunden auf das Führen von Fahrzeugen oder Maschinen und schwere körperliche Belastung verzichtet werden. Zu vermeiden sind außerdem Sport und sehr langes Sitzen.
Eventuell auftretende Schmerzen an der Einstichstelle lassen sich mit einer kalten Kompresse lindern. Um die Injektionsstelle keimfrei und trocken zu halten, ist für ein bis zwei Tage von Duschen und Baden Abstand zu nehmen. Treten heftige Beschwerden auf, die auf eine Infektion oder sonstige Nebenwirkungen hindeuten, ist umgehend der Arzt zu verständigen.
Die Behandlung von Schmerzzuständen im Bereich der Wirbelsäule oder des Iliosakralgelenks ist Teil der muskuloskelettalen Therapieanwendungen. Diese und viele weitere Leistungen im Bereich der Radiologie und Nuklearmedizin bietet LifeLink an seinen bundesweiten Praxisstandorten an. Mit modernster Geräteausstattung und unter Anwendung hochpräziser Protokolle führen unsere erfahrenen Fachärzte zusammen mit hochqualifizierten Praxisteams sämtliche Standardverfahren, zahlreiche Spezialuntersuchungen und verschiedene Behandlungen in der Strahlentherapie durch. Darüber hinaus zeichnen wir uns durch einen herausragenden Patientenservice aus, der eine umfassende und individuelle Betreuung ab der ersten Minute umfasst. Für alle Untersuchungs- und Behandlungsverfahren können Termine direkt und jederzeit ganz einfach über unser komfortables Online-Buchungs-Tool vereinbart werden.
FAQ zur Iliosakralgelenk-Infiltration: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Die Wirkdauer des eingesetzten Lokalanästhetikums ist grundsätzlich auf einige Stunden begrenzt. Je nach Wirkstoff hält der Rückgang der Schmerzen zwischen zehn und zwölf Stunden an. Das Abklingen ist vollkommen normal und kein Hinweis auf eine fehlgeschlagene Behandlung.
Ja, nachdem die Wirkung der entzündungshemmenden Wirkstoffe nachlässt, ist bei fortbestehenden Beschwerden eine neue Anwendung möglich. Das Ziel sollte aber immer darin bestehen, die Schmerzursache auszuschalten, um eine langfristige Beschwerdefreiheit zu erreichen.
Bei einer Verschleppung von Keimen treten in den Tagen nach der Injektion meist starke, zunehmende oder pochende Schmerzen im Bereich des Iliosakralgelenks auf. Außerdem ist eine Überwärmung des Areals zu beobachten und es kommt zu Bewegungseinschränkungen. Des Weiteren kann sich ein starkes Krankheitsgefühl einstellen.
Bei anhaltenden ISG-Schmerzen, die zwar wiederholt auf Infiltrationen ansprechen, aber schon nach kurzer Zeit erneut auftreten, kann eine Denervation (Radiofrequenzablation der das Iliosakralgelenk versorgenden Nerven) als weiterführende Maßnahme erwogen werden. Im Einzelfall kommen auch operative Methoden, wie eine Gelenkversteifung (Fusion) in Betracht.
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