Mit welcher Ausbildung wird man Facharzt für Innere Medizin?
Der Facharzt für Innere Medizin, häufig auch als „Internist“ bezeichnet, befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen von Organen wie dem Herz, der Lunge, den Nieren, dem Magen-Darm-Trakt und der Leber.
Um den Titel „Facharzt für Innere Medizin“ tragen zu dürfen, ist eine mehrjährige Weiterbildung zu absolvieren, die an einige Voraussetzungen gebunden ist. Ausgangspunkt ist dabei das erfolgreich abgeschlossene Medizinstudium. Zusammen mit der Approbation bildet es die grundlegende Voraussetzung, ohne die eine Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin nicht möglich ist.
Das Medizinstudium als Grundvoraussetzung für die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin
Die Grundlage für eine Facharztweiterbildung in der Inneren Medizin bildet das abgeschlossene Hochschulstudium der Humanmedizin. Die Regelstudienzeit beträgt in Deutschland zwölf Semester und das Studium schließt mit dem Dritten Staatsexamen ab. Erst mit der nach dem Staatsexamen erteilten Approbation darf eine anerkannte Facharztweiterbildung begonnen werden.
Im Studium selbst durchlaufen angehende Mediziner mehrere Bereiche: Einen vorklinischen Abschnitt zu den Grundlagen der Anatomie, Physiologie und Biochemie sowie den klinischen Abschnitt inklusive der Pathologie, Pharmakologie und weiteren klinischen Fächern. Daran schließt sich das Praktische Jahr an, welches in drei Tertiale unterteilt wird. Ein Drittel ist der Inneren Medizin gewidmet, ein weiteres der Chirurgie und das letzte einem Wahlfach.
Die Facharztweiterbildung als Qualifikationsmaßnahme
Mit der erfolgreichen Approbation beginnt die eigentliche Weiterbildungsphase als Assistenzarzt in einer anerkannten Weiterbildungsstätte. Dabei folgt die Facharztweiterbildung in der Inneren Medizin einem modularen Aufbau und setzt sich aus einem Basis- und einem Schwerpunktteil zusammen. Im Detail sind die Bestandteile der Weiterbildung in der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer sowie den darauf aufbauenden Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern geregelt.
Die Gesamtdauer der Weiterbildung ist auf 60 Monate festgelegt, die auf verschiedene Teilfachgebiete der Inneren Medizin verteilt werden müssen (vorgeschrieben sind 48 Monate in der Inneren Medizin oder in mindestens zwei verschiedenen Facharztkompetenzen). Zudem sieht die Weiterbildungsordnung vor, dass angehende Internisten sowohl intensivmedizinische Kompetenzen als auch Erfahrungen in der Notfallbehandlung sammeln.
Der Fortschritt der Ausbildung wird im Weiterbildungslogbuch festgehalte, in dem Kompetenzen und erbrachte Leistungszahlen dokumentiert werden. Das ausgefüllte Logbuch muss vor der Facharztprüfung bei der zuständigen Ärztekammer eingereicht werden. Erst mit der bestandenen Prüfung darf der Facharzttitel geführt werden.
Spezialisierungen in der Inneren Medizin
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung dürfen die Absolventen den geschützten Titel „Facharzt für Innere Medizin“ führen. Zugleich besteht die Möglichkeit, die Erfahrungen und Kenntnisse im Hinblick auf verschiedene Spezialisierungen weiter zu vertiefen. Dazu gehören die
- Herzmedizin (Kardiologie) (Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufsystems),
- Gastroenterologie (Erkrankungen des Verdauungstrakts),
- Endokrinologie und Diabetologie (Hormon- und Stoffwechselerkrankungen),
- Pneumologie (Erkrankungen der Lunge und der Atemwege),
- Nephrologie (Nierenerkrankungen),
- Hämatologie und Onkologie (Blut- und Krebserkrankungen) sowie die
- Infektiologie (Infektionskrankheiten).
Die Kenntnisse in diesen Gebieten werden in einer über den Basisfacharzt hinausgehenden Vertiefung vermittelt. Für den Erwerb dieser Spezialisierungen sind jeweils noch einmal drei Jahre einzuplanen.
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Fazit: Fachärzte für Innere Medizin sind umfassend ausgebildete und geprüfte Spezialisten
Die Innere Medizin ist ein zentrales Fachgebiet, das verschiedene Bereiche miteinander verbindet. Beispielsweise fließen die Herz- und Gefäßheilkunde sowie die Endokrinologie als Fachbereich für Hormone in die Weiterbildung zum Facharzt ein. Bis der Facharzttitel offiziell geführt werden darf, vergehen insgesamt mindestens elf Jahre, da das Medizinstudium immer die Ausbildungsvoraussetzung für die Facharztweiterbildung ist. In eine im Anschluss mögliche, noch weitergehende Spezialisierung müssen nochmals drei Jahre investiert werden.

