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Die DOTATOC-PET-CT ist ein bildgebendes Hybridverfahren zur Diagnostik neuroendokriner Tumorerkrankungen. In der Radioonkologie wird es nicht nur für die Suche nach Metastasen eingesetzt. Mit der DOTATOC-PET-CT lässt sich auch der Verdacht auf ein Rezidiv abklären. Viele Patienten fragen sich vor der Untersuchung, welche Nebenwirkungen auftreten können und wie sicher das Verfahren ist. Das Wichtigste dazu fassen wir in diesem Artikel kurz und übersichtlich zusammen.
Inhalt

DOTATOC-PET-CT: Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Bei der DOTATOC-PET-CT wird die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit der Computertomographie (CT) kombiniert. Es handelt sich daher um ein sogenanntes „Hybridverfahren“, das sowohl auf einer radiologischen Methode als auch einer nuklearmedizinischen Untersuchung beruht. Hinsichtlich der Risiken und Nebenwirkungen sind – aufgrund unterschiedlicher Funktionsweisen – die Gegebenheiten beider Verfahren zu berücksichtigen.

Bei der DOTATOC-PET kommen radioaktiv markierte Tracer (Verbindungen, die mit Gallium-68 gekoppelt sind) zur Anwendung, die gezielt die an Somatostatin-Rezeptoren binden, die auf neuroendokrinen Tumorzellen (NET) vermehrt vorkommen. Die CT basiert hingegen auf dem Einsatz ionisierender Strahlung, um anatomische Aufnahmen von Organen und Strukturen anzufertigen.

dotatoc-pet-ct-risiken-nebenwirkungen-tracer-kontrastmittel

Typische Nebenwirkungen der DOTATOC-PET-CT

Grundsätzlich lassen sich die Nebenwirkungen und Komplikationen der Untersuchung in folgende drei Bereiche aufteilen:

  • die pharmakologische Wirkung (des Tracer und des verwendeten Kontrastmittels),
  • die Strahlenwirkung und
  • die physiologischen Nebenwirkungen der Verabreichung des Tracers bzw. Kontrastmittels.

Nebenwirkungen des Gallium-68-Tracers

Die Verabreichung des in der Regel gut verträglichen DOTATOC-Tracers erfolgt intravenös. Dabei wird das Radiopharmakon in geringen Mengen über die Armvene injiziert. Schwerwiegende Nebenwirkungen oder Komplikationen durch den Tracer sind in wissenschaftlichen Quellen selten beschrieben [1] [2]. Auftreten können:

  • Übelkeit,
  • anfallsartige Hautrötung (Flush),
  • Juckreiz (Pruritus).

Überempfindlichkeitsreaktionen wie Angioödeme oder Anaphylaxie werden in den Zulassungsdokumentationen der U.S. Food and Drug Administration (FDA) zwar erwähnt. Zugleich wird dort aber auch einschränkend auf die unsichere Datenbasis verwiesen.

Folgende lokale Reaktionen können an der Injektionsstelle auftreten:

  • leichtes Schmerzempfinden oder Druckgefühl,
  • eine vorübergehende Rötung,
  • Schwellungen,
  • Bluterguss.

Wirkung der Strahlenbelastung bei einer DOTATOC-PET-CT

Die Strahlenexposition bei einer DOTATOC-PET-CT setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

  • PET-Komponente: Die effektive Strahlendosis durch 68Ga-DOTATOC liegt bei etwa 2 bis 3 Millisievert (mSv), abhängig von der verabreichten Aktivität [1].
  • CT-Komponente: Die CT-Untersuchung steuert den größeren Anteil der Strahlenbelastung bei. Diese schwankt je nach verwendetem Protokoll und untersuchtem Körperbereich. Bei einer regulären Ganzkörper-CT liegt sie regelmäßig zwischen 15 und 20 mSv. Durch moderne Low-Dose-Verfahren und andere, gerätespezifische Reduktionsverfahren kann diese Dosis inzwischen auf unter 10 mSv gesenkt werden [3].

Kontrastmittel-bezogene Nebenwirkungen der DOTATOC-PET-CT

Für einige Fragestellungen bezüglich der CT-Komponente wird zusätzlich ein jodhaltiges Kontrastmittel verwendet. Dabei können verschiedene Nebenwirkungen auftreten. Möglich sind:

  • Wärmegefühl während der Injektion,
  • metallischer Geschmack im Mund,
  • leichte Übelkeit.

Wesentlich seltener treten leichte allergische Reaktionen (wie Hautausschlag oder Juckreiz) auf. Noch seltener sind schwere anaphylaktische Nebenwirkungen.

Aufgrund der Ausscheidung des Kontrastmittels über die Nieren kann es bei einer bereits bestehenden Niereninsuffizienz zu Problemen kommen. Das Kontrastmittel beeinflusst zudem die Schilddrüsenfunktion. Der Patient ist daher auf die Nierenfunktion und eine Schilddrüsenüberfunktion hin zu untersuchen, um ein etwaiges Risiko bzw. mögliche Nebenwirkungen im Hinblick auf die Kontrastmittelgabe abwägen zu können.

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Fazit: Nebenwirkungen sind bei der DOTATOC-PET-CT selten

Die DOTATOC-PET-CT hat sich unter anderem bei der Suche nach Rezidiven und die Ausbreitungsdiagnostik bei NET als bildgebendes Verfahren etabliert. Sowohl der Tracer als auch die Strahlenbelastung verursachen nur sehr selten Nebenwirkungen. Unter gewissen Umständen kann die Gabe eines CT-Kontrastmittels mit Risiken bzw. Nebenwirkungen einhergehen. Die individuelle Beurteilung des Patienten ist stets erforderlich, um ein etwaiges Risikopotenzial oder sogar absolute Kontraindikationen rechtzeitig zu identifizieren.

[1] U.S. Food and Drug Administration, HIGHLIGHTS OF PRESCRIBING INFORMATION GALLIUM Ga 68 EDOTREOTIDE, online verfügbar unter: Link (Datum des letzten Zugriffs: 25.02.2026).

[2] Abongwa C, Mott S, Schafer B, McNeely P, Abusin G, O’Dorisio T, Zamba G, O’Dorisio MS, Menda Y. Safety and accuracy of 68Ga-DOTATOC PET/CT in children and young adults with solid tumors. Am J Nucl Med Mol Imaging. 2017 Nov 1;7(5):228-235. PMID: 29181270; PMCID: PMC5698616.

[3] K. Mimi, L. Charito, Diagnosis and staging of neuroendocrine tumors (NETs) utilizing 68Ga-DOTATOC PET-CT scan, S. 5, Abs. 3, online verfügbar unter: Link (Datum des letzten Zugriffs: 25.02.2026).

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