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Übergewicht, Störungen des Fettstoffwechsels und Diabetes begünstigen die Bildung von Ablagerungen (Plaques) an den Wänden der Arterien und gelten daher im Hinblick auf eine Erkrankung an Arteriosklerose als Risikofaktoren. Dabei gilt die Arteriosklerose als eine Erkrankung, die zwar lange stumm bleibt, bei fortschreitender Entwicklung aber zu Komplikationen wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führt. Welche Ursachen noch zur pathologischen Gefäßverkalkung führen können, welche Symptome dabei auftreten und welche Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung es gibt, stellen wir Ihnen ausführlich auf dieser Seite vor. Zudem informieren wir sie über die Maßnahmen, die zur Vorbeugung dieser Krankheit getroffen werden können.
Inhalt

Arteriosklerose: Entstehung, Risikofaktoren, Symptome, Diagnostik & Vorbeugung der Gefäßverkalkung

Arteriosklerose ist eine Gefäßerkrankung, die sich langsam und über Jahre unbemerkt entwickelt. Durch die Gefäßveränderungen entstehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die in Deutschland jedes Jahr zu hunderttausenden Todesfällen durch Herzinfarkt und Schlaganfall führen [1]. Die Erkrankung beginnt oft schon im jungen Erwachsenenalter mit ersten Veränderungen an den Gefäßwänden, die zu diesem Zeitpunkt aber noch keine Beschwerden verursachen.

Symptome treten regelmäßig erst auf, wenn eine erhebliche Verengung der Gefäße vorliegt. Die betroffenen Arterien können Organe wie das Herz, das Gehirn oder die Beine und andere Organe nicht mehr ausreichend versorgen. Je nach Lokalisation entstehen unterschiedliche Folgeerkrankungen wie die koronare Herzkrankheit (KHK) oder die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).

Moderne bildgebende Verfahren wie der Ultraschall, die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglichen eine Darstellung der Gefäßveränderungen und spielen eine zentrale Rolle in der Früherkennung der Arteriosklerose.

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Was ist Arteriosklerose genau?

Wichtige Fakten auf einen Blick:

  • Arteriosklerose ist eine chronische Erkrankung, bei der sich Ablagerungen an den Arterienwänden bilden.
  • Die Erkrankung verläuft über Jahre asymptomatisch.
  • Arteriosklerose wird in verschiedene weitere Erkrankungen der arteriellen Blutgefäße unterschieden.

Arteriosklerose und ist eine fortschreitende Erkrankung, die die arterielle Gefäßwand betrifft, zur Degeneration des betroffenen Gewebes führt und auf lange Sicht in verschiedene kardiovaskuläre Krankheitsbilder mündet. Es handelt sich dabei um ein komplexes Geschehen mit mehreren Einflussfaktoren, das – vereinfacht ausgedrückt – zu einer Verdickung und Verhärtung der Gefäßwände führt.

Damit werden die Arterien in ihrer Aufgabe, sauerstoffreiches Blut vom Herzen in den Körper zu transportieren, zunehmend beeinträchtigt. Durch die arteriosklerotischen Veränderungen kommt es zu einer Verringerung des funktionellen Gefäßquerschnitts und einer Verminderung der Gefäßelastizität.

Arteriosklerose vs. Atherosklerose

Der Begriff „Arteriosklerose“ selbst ist in der medizinischen Praxis eine Sammelbezeichnung für mehrere Formen arterieller Erkrankungen. Die häufigste Form ist die Atherosklerose. Seltener treten die Mediaverkalkung nach Mönckeberg (primäre Verkalkung der mittleren Gefäßwandschicht) und die Arteriolosklerose (Erkrankung der kleinsten Arterien) auf.

Neben Arteriosklerose bzw. Atherosklerose (beide Begriffe werden mitunter nicht sauber voneinander getrennt, sondern synonym verwendet) hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch auch „Gefäßverkalkung“ als Bezeichnung etabliert, obwohl diese Beschreibung tatsächlich nur auf das Endstadium der Erkrankung, wenn es zur Einlagerung von Kalzium kommt, zutrifft.

Gekennzeichnet ist die Arteriosklerose durch Ablagerungen, die sogenannten „Plaques“. Deren Entwicklung kann bereits zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr beginnen und wird im Verlauf der Erkrankung zunehmend komplexer. Durch die Anlagerung weiterer Bestandteile und Veränderungen der Gefäßwandstrukturen wird das Gefäßlumen (der Zwischenraum zwischen gegenüberliegenden Gefäßwänden) weiter verengt. Prinzipiell kann Arteriosklerose zwar alle Arterien des Körpers betreffen, dennoch gibt es Regionen, in denen die pathologischen Veränderungen vermehrt in Erscheinung treten.

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Entstehung und Risikofaktoren der Arteriosklerose

Wichtige Fakten auf einen Blick:

  • Für die Entstehung von Arteriosklerose werden verschiedene Auslöser diskutiert.
  • Störungen im Fettstoffwechsel spielen in der Genese eine Rolle.
  • Übergewicht, Rauchen und Diabetes sind deutliche Risikofaktoren.

Arteriosklerose ist eine Gefäßkrankheit, deren Entstehung sich über Jahre erstreckt. Als Auslöser werden verschiedene Prozesse diskutiert, wobei entweder auf die Response-to-injury-Theorie oder die Lipid-Infiltrations-Theorie abgestellt wird.

Beide Ansätze gehen von unterschiedlichen initialen Pathogenesen der Arteriosklerose aus. Nach der Response-to-injury-Theorie entsteht eine initiale Läsion in der Gefäßwand, in welche nachfolgend Low-Density Lipoprotein (LDL) einwandert, akkumuliert und oxidiert wird.

Gemäß der Lipid-Infiltrations-Theorie kommt es hingegen zum Eindringen von LDL in die Arterienwand durch eine funktionelle Störung in der dünnen Zellschicht, die das Innere von Blut- gefäßen auskleidet (Endothel). Hier wird das Lipoprotein oxidiert und wirkt begünstigend auf Entzündungsprozesse [2].

Entwicklung der Plaques bis zum Thrombus

In beiden Fällen wird das oxidierte LDL von Makrophagen aufgenommen (Phagozytose). Dabei entstehen sogenannte „Schaumzellen“, die sich in mehreren Lagen als Fettstreifen („Fatty Streaks“) an der Gefäßwand anlagern. Im weiteren Verlauf kommt es zur Bildung eines Präatheroms und einer Evolution der arteriosklerotischen Läsion durch das Wachstum von Muskelzellen aus der Schicht des Endothels (Intima). Das Gewebe bildet eine Kappe und stabilisiert damit den fortgeschrittenen Plaque (Fibroatherom).

Gefährlich werden diese Plaques durch die Kombination aus einem Lipidkern und der dünnen fibrösen Kappe. Aufgrund des Kernwachstums können Kräfte auf die Gewebestruktur einwirken, die zu deren Einreißen führen und Teile der Plaques mobilisieren. Durch eine Anlagerung von Blutplättchen an diesen Bestandteilen beim Kontakt mit dem Blutstrom entsteht ein Thrombus. Dieser kann die Ursache für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall sein.

Die Entstehung von Arteriosklerose begünstigende Risikofaktoren

Die Entstehung von Arteriosklerose kann durch verschiedene Risikofaktoren – von denen sich einige bewusst beeinflussen lassen – begünstigt werden.

  • Dyslipidämie und LDL-Cholesterin: Einen der wichtigsten Risikofaktoren stellen erhöhte LDL-Cholesterinwerte dar, da sie die Einlagerung von LDL in der Gefäßwand begünstigen. Die aktuellen Leitlinien der European Society of Cardiology definieren risikoadaptierte LDL-Cholesterin-Zielwerte [3]. Dies bedeutet, dass in Abhängigkeit vom kardiovaskulären Risiko (zum Beispiel nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall) der medizinisch vertretbare, unauffällige Ziel-LDL-Wert angepasst wird. Neben dem LDL-Cholesterin spielen zudem weitere Lipidparameter eine Rolle, wie der HDL-Cholesterinwert (High-Density-Lipoprotein, gilt als atheroprotektiv) oder der Triglyzerid-Wert.
  • Hypertonie: Durch Hypertonie (Bluthochdruck) wirkt eine erhöhte mechanische Belastung auf das Endothel, die negative Folgen für die Gefäßgesundheit hat. Die Druckbelastung führt zu Mikroverletzungen der Gefäßinnenhaut. Zusätzlich wird die Progression bestehender Plaques beschleunigt und die Wahrscheinlichkeit von Plaquerupturen erhöht.
  • Diabetes mellitus: Die Zuckerkrankheit fördert die Arteriosklerose unter anderem durch das Auslösen von Entzündungsreaktionen und die direkte Schädigung des Endothels. Da sich bei Diabetikern eine Arteriosklerose nicht nur früher entwickelt, sondern auch schneller voranschreitet, ist eine optimale Blutzuckereinstellung wichtig.
  • Rauchen und weitere Lebensstilfaktoren: Tabakrauch enthält zahlreiche gefäßschädigende Substanzen, wie Nikotin, die zu Schäden am Endothel führen. Zusätzlich fördert Rauchen entzündliche Prozesse, weshalb Raucher einer im Vergleich zu Nichtrauchern höheren Wahrscheinlichkeit kardiovaskulärer Ereignisse ausgesetzt sind. Parallel spielen auch Übergewicht und Adipositas eine Rolle, da sie häufig mit Dyslipidämie, Bluthochdruck und Diabetes einhergehen.

Neben den genannten Faktoren können auch andere Mechanismen das Arterioskleroserisiko erhöhen, wenn diese das Endothel beispielsweise durch Toxine schädigen oder die Kalziumablagerung in den Gefäßwänden begünstigen. Dazu gehören beispielsweise Nieren- oder chronisch-entzündliche Erkrankungen (wie rheumatoide Arthritis oder systemischer Lupus erythematodes).

Zu den nicht beeinflussbaren Risikofaktoren gehören das Alter, das Geschlecht und die genetische Veranlagung. Letztere kann sich beispielsweise in Form einer familiären Belastung bezüglich früher kardiovaskulärer Ereignisse oder genetischer Störungen des Fettstoffwechsels äußern.

Symptome der Arteriosklerose

Wichtige Fakten auf einen Blick:

  • Die Arteriosklerose verläuft über einen langen Zeitraum asymptomatisch.
  • Symptome treten oft erst bei einer hochgradigen Stenose oder Gefäßverschlüssen auf.
  • Welche Symptome sich individuell zeigen, hängt von der betroffenen Körperregion ab.

Da eine Arteriosklerose lange ohne Krankheitszeichen verläuft, fallen Betroffenen die Gefäßveränderungen in der Regel erst spät auf. Über Jahre unbemerkt, entstehen Beschwerden und kardiovaskuläre Ereignisse (beispielsweise Durchblutungsstörungen mit entsprechenden Symptomen) oft erst dann, wenn Gefäße zu mehr als 70 Prozent verengt sind [4]. Mitunter tritt die Erkrankung auch erst durch ein akutes Ereignis wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall in Erscheinung.

Klinischen variieren die Manifestationen je nach Gefäßregion stark. Bei einer Arteriosklerose der Herzkranzgefäße entsteht die KHK. Typisches Symptom sind dabei die als „Angina pectoris“ bekannten, belastungsabhängigen Brustschmerzen. Die Beschwerden werden häufig als Druckgefühl oder Enge hinter dem Brustbein wahrgenommen. Schmerzen können in den linken Arm, den Hals, den Unterkiefer oder den Rücken ausstrahlen und sich bei körperlicher Anstrengung oder psychischem Stress verstärken.

Beim akuten Verschluss einer Koronararterie kommt es zum Herzinfarkt. Die Symptome umfassen starke, anhaltende Brustschmerzen, Atemnot, Übelkeit und Schweißausbrüche. Bei Frauen können die Anzeichen zudem atypisch verlaufen, mit Oberbauchbeschwerden oder Rückenschmerzen. Ein Herzinfarkt ist ein medizinischer Notfall und erfordert eine sofortige Behandlung.

Arteriosklerotische Veränderungen der hirnversorgenden Arterien führen zu zerebrovaskulären Erkrankungen. Bei einer hochgradigen Stenose der Halsschlagadern entstehen vorübergehende neurologische Ausfälle (transitorische ischämische Attacke). Zu den diesbezüglichen Symptomen gehören kurzzeitige Seh- und Sprachstörungen, Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen. Diese Erscheinungen halten meist weniger als 24 Stunden an und bilden sich vollständig zurück.

Beim Verschluss einer Hirnarterie kommt es zum Schlaganfall. Die Symptome entwickeln sich plötzlich und umfassen Lähmungen (oft halbseitig), Sprach-, Seh- und Bewusstseinsstörungen sowie Schwindel. Die Ausprägung der Symptome hängt vom betroffenen Hirnareal ab. Wie der Herzinfarkt ist auch ein Schlaganfall ein Notfall, der unverzüglich medizinisch zu behandeln ist.

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit betrifft die Becken- und Beinarterien. Im Anfangsstadium treten belastungsabhängige Schmerzen in den Waden oder Oberschenkeln auf (Schaufensterkrankheit). Im fortgeschrittenen Stadium macht sich auch in Ruhe ein Schmerz bemerkbar. Bei einer kritischen Minderdurchblutung entstehen Gewebeschäden mit Ulzerationen und Nekrosen.

Die Arteriosklerose der Nierenarterien führt zu renovaskulärer Hypertonie. Der verminderte Blutfluss aktiviert das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System und verursacht einen schwer einstellbaren Bluthochdruck. Bei hochgradigen Stenosen besteht das Risiko einer Einschränkung der Nierenfunktion.

Verengungen der Darmarterien (Mesenterialarterien) verursachen nach dem Essen auftretende Bauchschmerzen (Angina abdominalis). Die Durchblutungsstörung des Darms führt zu krampfartigen Beschwerden. Bei akutem Verschluss entsteht ein Mesenterialinfarkt mit starken Bauchschmerzen und Schocksymptomen.

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Diagnostik bei Arteriosklerose und möglichen Folgeerkrankungen

Wichtige Fakten auf einen Blick:

  • Laboruntersuchungen liefern wichtige Hinweise in Bezug auf Risikofaktoren und kardiale Ereignisse.
  • Ultraschallverfahren sind in der Diagnostik von entscheidender Bedeutung.
  • Je nach Fragestellung kann ein invasives oder nichtinvasives Bildgebungsverfahren zum Einsatz kommen.

Die Diagnostik stützt sich auf verschiedene Methoden, wobei die Bildgebung mittels Ultraschall (Sonographie) eine zentrale Rolle einnimmt. Im Rahmen der radiologischen Bildgebung liefert die CT- und MRT-gestützte Angiographie wichtige Hinweise, unter anderem zur Durchblutung des Herzmuskels. Der Diagnosepfad beginnt in der Regel mit der Anamnese, in der es um

  • kardiovaskuläre Risikofaktoren (Ernährungsgewohnheiten, körperliche Aktivität bzw. Rauchen),
  • Vorerkrankungen.
  • bekannte Symptome und
  • eine etwaige familiäre Vorbelastung bezüglich früher kardiovaskulärer Ereignisse

geht. Im Rahmen der körperlichen Untersuchung erfolgt eine Blutdruckmessung (Unterschiede von mehr als 15 mmHg sind ein Hinweis auf mögliche Gefäßveränderungen). Die Pulsmessung an den Extremitäten kann Hinweise auf arterielle Verschlüsse geben, wenn der Puls abgeschwächt ist oder gar nicht mehr gefühlt werden kann. Zudem kann auch das Abhören von Strömungsgeräuschen mittels Stethoskop wichtige Informationen ergeben.

Labordiagnostik bei Gefäßverkalkung

Im Labor wird unter anderem das Lipidprofil (mit Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyceriden) untersucht. Des Weiteren liefern der Nüchternblutzuckerwert und HbA1c (Hämoglobin A1c, Langzeitblutzucker) Hinweise auf eine unerkannte Diabeteserkrankung. Mithilfe des Kreatinins und der glomerulären Filtrationsrate lassen sich Rückschlüsse auf die Nierenfunktion ziehen.

Da bei einer Arteriosklerose Entzündungen eine Rolle spielen, werden im Rahmen der Laborbefunde auch die klassischen Parameter wie das C-reaktive Protein (CRP, als Hinweis auf systemische Entzündungsprozesse) überprüft. Besteht der Verdacht auf akute kardiologische Ereignisse, werden auch Biomarker wie Troponin – das bei Myokardschäden erhöht ist – bestimmt.

Ultraschalldiagnostik

Die Duplexsonographie stellt die wichtigste nichtinvasive bildgebende Methode dar. Mittels Ultraschall lassen sich Gefäßwände, Plaques und Blutfluss beurteilen. Die Intima-Media-Dicke (IMT) der Halsschlagadern dient als Indikator des Ausmaßes der Gefäßwandveränderung.

Die Farbduplex-Sonographie ermöglicht die Darstellung von Verengungen und die Messung der Strömungsgeschwindigkeit. Durch die Dopplertechnik lässt sich der Stenosegrad quantifizieren. Weiche Plaques mit großem Lipidkern erscheinen in den Aufnahmen echoarm. Verkalkte Plaques zeigen hingegen eine echoreiche Struktur mit Schallschatten.

Zur Beurteilung der Herzkranzgefäße kommt die Echokardiographie (Herzultraschall) zum Einsatz. Mit der Ultraschalluntersuchung des Herzens werden die Pumpfunktion geprüft und Wandbewegungsstörungen ermittelt, die auf Durchblutungsstörungen hinweisen.

Computertomographie (CT)

Die CT-Koronarangiographie ermöglicht eine nichtinvasive Darstellung der Koronararterien und die Erkennung von Verengungen und Verschlüssen. Darüber hinaus lässt sich der Koronarkalk-Score bestimmen, um über die Verkalkungen der Herzkranzgefäße das kardiovaskuläre Risiko einzuschätzen.

Die CT-Angiographie eignet sich zur Beurteilung anderer Gefäßregionen. Die Gefäßdarstellung der Halsschlagadern, der Aorta oder der Beinarterien erfolgt dabei nach der Verabreichung eines jodhaltigen Röntgenkontrastmittels.

Im Vergleich zu Katheteruntersuchungen ist die CT für den Patienten belastungsärmer und liefert zugleich hochauflösende Bilder. Allerdings hat das Verfahren durch den Einsatz von Strahlung und die Verwendung eines Kontrastmittels Nachteile, insbesondere dann, wenn eine Erkrankungen der Schilddrüse oder eine Unverträglichkeit vorliegt.

Magnetresonoanztomographie (MRT)

Die MRT ermöglicht die Darstellung von Gewebe mit einer sehr hohen Auflösung ohne Strahlenbelastung. Da das MR-Kontrastmittel ohne Jod auskommt, kann die MR-Angiographie (kontrastmittelbasiert oder über spezielle Sequenzen) auch bei Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt werden.

Je nach Fragestellung liefert die Kardio-MRT Informationen zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels in Ruhe oder – in Form der Stress-Perfusions-MRT – zu belastungsabhängigen Durchblutungsdefiziten. Die MRT eignet sich auch zur Plaque-Charakterisierung und ermöglicht die Unterscheidung zwischen stabilen und instabilen Plaques.

Invasive Gefäßdiagnostik

Der Herzkatheter (Koronarangiographie) ist zwar mit einem Eingriff am Patienten verbunden, gehört in der Gefäßdiagnostik aber nach wie vor zu den wichtigen Standards. Über einen Katheter wird Kontrastmittel in die Koronararterien injiziert und der Gefäßstatus mittels Röntgenaufnahmen erfasst. Die Untersuchung zeigt nicht nur Stenosen und Verschlüsse, sondern ermöglicht ein gleichzeitiges therapeutisches Eingreifen in Form einer Ballondilatation und Stentimplantation.

Im Rahmen der Herzkatheteruntersuchung lässt sich mit einem intravaskulären Ultraschall (IVUS, bei dem eine auf einem Katheter angebrachte Sonde in die Herzgefäße eingeführt wird) eine vorliegende Engstelle hinsichtlich der Struktur der Gefäßwand detailliert beurteilen, was die Therapieplanung nachhaltig unterstützt.

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Behandlung und Vorbeugung der Arteriosklerose

Wichtige Fakten auf einen Blick:

  • Die Therapie zielt darauf ab, eine Progression der Erkrankung zu verhindern.
  • Zu den zentralen Säulen der Behandlung gehört die Reduktion von Risikofaktoren.
  • Bei schweren Stenosen kann eine Stentimplantation erfolgen.

Die Behandlung der Arteriosklerose verfolgt mehrere Ziele. Dazu gehören die Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung, die Linderung von Symptomen und die Verhinderung von Komplikationen wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Dabei setzt die Therapie an verschiedenen Punkten an.

  • Lebensstilmodifikation: Lebensstiländerungen sind eine zentraler Aspekt der Therapie und Prävention von Arteriosklerose. Eine Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen und ungesättigten Fettsäuren ist, reduziert das kardiovaskuläre Risiko. Zudem spielen Omega-3-Fettsäuren eine wichtige Rolle. Aber auch körperliche Aktivität (mindestens 150 Minuten moderate Ausdaueraktivität pro Woche) haben einen positiven Einfluss, unter anderem auf den Blutdruck und die Blutzuckerkontrolle. Besonders wichtig sind ein konsequenter Rauchstopp und – im Fall von Übergewicht – eine Gewichtsreduktion.
  • Medikamentöse Therapie: Diesbezüglich ist die Normalisierung des Lipidprofils ein wichtiger Punkt. Statine hemmen die Cholesterinsynthese in der Leber und führen damit zu einer Senkung des LDL-Cholesterinwerts. Die Intensität der Therapie richtet sich nach dem individuellen Risiko und kann mit Präparaten kombiniert werden, die die Cholesterinaufnahme im Darm beeinflussen. Um das Thromboserisiko zu senken, können Thrombozytenaggregationshemmer eingesetzt werden. Zudem ist ein konsequentes Blutdruckmanagement (zum Beispiel über ACE-Hemmer, Angiotensin-Rezeptorblocker oder Betablocker) von Bedeutung.
  • Interventionelle und operative Therapie: Bei hochgradigen Befunden kommen interventionelle Verfahren zur Anwendung, wie die perkutane transluminale Angioplastie (PTA, erweitert verengte Gefäße mittels Ballonkatheter) in Kombination mit Gefäßstützen. Bei komplexen Koronarbefunden kann eine Bypass-Operation notwendig sein. In ähnlicher Weise wird bei einer operativen Versorgung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit vorgegangen. Liegt eine hochgradige Karotisstenose vor, ist die Behandlung im Wege einer Karotis-Endarteriektomie (chirurgische Entfernung der Plaques) möglich. Je nach individueller Situation kommt das Karotis-Stenting als Alternative infrage.

 

FAQ zur Arteriosklerose: Die wichtigsten Fragen und Antworten

[1] Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe, Factsheets zum Thema Schlaganfall für Journalisten, online verfügbar unter: Link (Datum des letzten Zugriffs: 26.01.2026).

[2] Levitan I, Volkov S, Subbaiah PV. Oxidized LDL: diversity, patterns of recognition, and pathophysiology. Antioxid Redox Signal. 2010 Jul 1;13(1):39-75. doi: 10.1089/ars.2009.2733. PMID: 19888833; PMCID: PMC2877120.

[3] Deutsches Ärzteblatt, ESC/EAS-Leitlinie empfiehlt aggressivere Lipidtherapie, online verfügbar unter: Link (Datum des letzten Zugriffs: 26.01.2026).

[4] Guo C, Gao H, Bian X, Lin N, Gan L, Chen X. Current Advancements in the Diagnosis and Management of Mild-to-moderate Coronary Stenosis. Rev Cardiovasc Med. 2025 Aug 27;26(8):38822. doi: 10.31083/RCM38822. PMID: 40927076; PMCID: PMC12415760.

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