MVZ Radiologie Darmstadt versorgt Prostata-Patienten mit moderner MRT-Diagnostik
Das gesamte Interview mit dem FRIZZ Magazin finden Sie auch hier.
FRIZZmag: Was erwartet die Patienten im MVZ Radiologie Darmstadt?
Dr. Dick: Am Standort Grafenstraße am Klinikum untersuchen wir Patienten mit einem Siemens 3-Tesla-Gerät. Dessen Genauigkeit und Exzellenz wird am Alice-Campus sogar noch durch den neuen Siemens Lumina 3-Tesla-Scanner übertroffen, da wir durch den Einsatz der Künstlichen Intelligenz ein besonders hohes Maß an Genauigkeit bei kürzerer Untersuchungszeit und gleichzeitig sehr hoher Bildqualität erreichen. Durch die höhere Trennschärfe lassen sich zellreiche Gewebsareale noch präziser erkennen.
Nach jeder Prostata-Kernspinuntersuchung nehmen wir uns Zeit für ein ausführliches, erklärendes Gespräch mit den Patienten und erläutern alle Aspekte der Bildgebung. Am liebsten ist uns natürlich, wenn wir dabei einen zuvor bestehenden Krebsverdacht entkräften können.
Seit einem halben Jahr verstärkt Dr. Christian Harjung unser Ärzteteam im MVZ Radiologie Darmstadt. Er verjüngt unser Team und bringt frischen Schwung ebenso wie fundiertes radiologisches Fachwissen mit. Der gebürtige Darmstädter verfügt über Erfahrungen u.a. in der Neuroradiologie, der Mammodiagnostik und eben auch in der Prostata-MRT-Diagnostik. Das passt sehr gut zu dem neuen Campus am Alice-Hospital mit modernster Bildgebung und angenehmer Atmosphäre. Er möchte die Kooperationen mit der Ärzteschaft und Institutionen weiter ausbauen. Wir beurteilen die Prostata-MRTs gemeinsam nach dem Vier-Augen-Prinzip und tauschen unser Wissen und unsere Erfahrung regelmäßig aus. Eine gute Nachricht für unsere Patienten: Da wir an zwei Standorten arbeiten, sind die Wartezeiten kurz und wir können uns weitgehend nach den Terminwünschen richten.
Letztes Jahr hat das MVZ Radiologie Darmstadt die Q2-Zertifizierung erhalten. Was bedeutet das für Sie?
Dr. Harjung: Dieser Qualitätsnachweis ist für uns Ansporn und Bestätigung zugleich. Hessenweit können nur wenige Praxen diese Zertifizierungsstufe vorweisen. Grundlage ist unsere langjährige Erfahrung: Wir führen jährlich mehr als 500 Prostata-MRT-Untersuchungen durch. Abhängig vom Ergebnis werden meist nur noch bei verdächtigen Auffälligkeiten gezielte Stanzbiopsien durch die Urolog:innen durchgeführt. Wir stehen in engem Austausch mit den Patholog:innen und vergleichen regelmäßig unsere Beurteilungen. Das verbessert die diagnostische Genauigkeit deutlich. Weniger falsch Positive – und damit weniger unnötige Gewebeentnahmen mit unangenehmen Nebenwirkungen – sind das Ergebnis. Dieser zusätzliche Aufwand war auch ein wesentliches Vergabekriterium bei der Q2-Zertifizierung.
In welchen Fällen hilft der Erkenntnisvorsprung besonders?
Dr. Dick: Da sprechen Sie ein sehr aktuelles Thema an. In der Behandlung von Karzinomen mit geringerem Risiko hat sich in den letzten Jahren ein Paradigmenwechsel vollzogen. Fachgesellschaften empfehlen bei niedriggradigen Prostatakarzinomen (Gleason 6) ein angepasstes Vorgehen. Diese Tumore machen rund 20 Prozent aller Prostatakarzinome aus, verlaufen aber glücklicherweise sehr gutartig. Sie wachsen nur sehr langsam und metastasieren selten. Neu ist, dass statt einer sofortigen Behandlung mit Bestrahlung oder Operation eine aktive Überwachung empfohlen wird. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die negativen Seiten einer sofortigen Behandlung können vermieden werden.
Diese Strategie setzt eine aktive Überwachung voraus, um ein mögliches späteres Fortschreiten zu bösartigeren Tumorstadien zuverlässig und rechtzeitig zu erkennen. Dabei spielt die MRT mit regelmäßigen (jährlichen) Kontrolluntersuchungen eine Schlüsselrolle. Sowohl das sichere Erkennen eines Fortschreitens als auch dessen Ausschluss stellen besonders hohe Anforderungen an die Gerätetechnik ebenso wie an die Erfahrung in der Beurteilung. Um echte, oft sehr subtile Änderungen in der Bildgebung sicher
zu erkennen, müssen Qualitätsmaßstäbe und Messbedingungen über Monate und Jahre hinweg konstant bleiben und entsprechende Erfahrung vorhanden sein. Nicht zuletzt fordern die Fachgesellschaften eine Q2-Zertifizierung für die aktive Überwachung.
Welche Möglichkeiten bietet die MRT-Bildgebung grundsätzlich?
Dr. Harjung: Die leitliniengerecht durchgeführte, sogenannte multiparametrische MRT/Kernspinuntersuchung der Prostata schafft in den meisten Fällen Klarheit: Sie gilt als die genaueste Art der Abklärung, wenn der PSA-Wert auffällig ansteigt. Anzahl und genaue Lage verdächtiger Gewebsareale lassen sich exakt bestimmen. Auch bei einem auffälligen Tastbefund oder einer auffälligen Ultraschalluntersuchung liefert das MRT die Ursache mit sehr hoher Genauigkeit. Sie unterscheidet zwischen Prostataentzündungen, gutartiger, knotiger Prostatavergrößerung und Prostatakrebs ebenso wie weiteren, selteneren Ursachen. Außerdem lässt sich die Ausdehnung der Erkrankung beurteilen, ob
sie innerhalb der Prostata liegt oder über die Organgrenze hinausgeht, ob bereits Absiedelungen (Lymphknoten, knöchernes Becken) vorliegen. Die MRT liefert wichtige Hinweise auf den Grad der Bösartigkeit.
Können Sie etwas zu den Kosten für die Untersuchung sagen?
Dr. Dick: Die privaten Krankenversicherungen übernehmen in der Regel sämtliche Kosten. Innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherungen haben wir einzelne Selektivverträge geschlossen, beispielsweise mit der Merck BKK (bitte fragen Sie vorher bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse nach, welche Kosten übernommen werden). Bei allen übrigen Patienten mit Gesetzlicher Krankenversicherung erfolgt die Untersuchung als IgeL-Leistung (Selbstzahlung).
MVZ Radiologie Darmstadt
Dieburger Straße 29-31
64287 Darmstadt
Prostata Hotline:
0 61 51 – 39 42 571
Doctolib ist nicht freigeschaltet, da im Rahmen des Anmeldeprozesses noch mehrere Fragen zu klären sind.
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