Unsere Leistungen

Wir sind überzeugt, dass die Medizin von morgen anders aussehen sollte. Wir sehen den Menschen im Mittelpunkt exzellenter Medizin und bieten ein breites Leistungsspektrum von hochmoderner Diagnostik, Vorsorge und gezielter Therapie aus einer Hand.

Für Patienten

Wir sind überzeugt, dass die Medizin von morgen anders aussehen sollte. Wir sehen den Menschen im Mittelpunkt exzellenter Medizin und bieten ein breites Leistungsspektrum von hochmoderner Diagnostik, Vorsorge und gezielter Therapie aus einer Hand.

Karriere

Wir sind exzellent verLINKt über zahlreiche Standorte und Fachabteilungen hinweg. Warum? Weil die Mitarbeitenden des ärztlichen Dienstes, des medizinisch-technischen Dienstes sowie der Verwaltung und Organisation gemeinsam exzellente Patientenversorgung sicherstellen.

Ihr Kontakt zu uns

Wir sind überzeugt, dass die Medizin von morgen anders aussehen sollte. Wir sehen den Menschen im Mittelpunkt exzellenter Medizin und investieren in unsere Werte: von der Patienten­zufrieden­heit bis zur Mitarbeiter­zufrieden­heit.

Unser Leistungen

Zurück zum Menü

Diagnostik

Vorsorge

Therapie

Indikationen

Fachbereiche

Die Strahlentherapie ist als wirksame Methode bei verschiedenen Malignomen im Brustraum im Einsatz. Mit der Bestrahlung gehen allerdings auch Risiken – insbesondere für die Herzgesundheit – einher. Aus diesem Grund geht es bei Krebserkrankungen im Bereich des Brustraums, wie beispielsweise Mamma- oder Lungenkarzinomen, nicht nur um die effektive Behandlung, sondern auch um die konsequente Schonung der kardialen Gesundheit. In diesem Ratgeber informieren wir Sie über alles Wichtige und Wissenswerte rund um den Schutz des Herzens bei einer Strahlentherapie.
Inhalt

Herzschonung bei Bestrahlungen der Brust: Moderne Techniken zum Schutz des Myokards

Die Strahlentherapie (Radiotherapie) ist fester Bestandteil in der Behandlung verschiedener Krebserkrankungen. Das Verfahren wird beispielsweise begleitend nach einer operativen Tumorentfernung (kurativ) oder zur Linderung der Symptome (palliativ) eingesetzt. Mithilfe der Bestrahlung soll somit das Risiko minimiert werden, dass sich erneut Tumor bildet (Rezidiv), und die Lebensqualität verbessert werden.

Durch die Strahlung wird die DNA von Tumorzellen gezielt geschädigt. Damit einher geht jedoch auch immer das Risiko, dass es zu Schäden am benachbarten, gesunden Gewebe kommt. Gerade bei malignen Erkrankungen im Brustbereich – vor allem der Lunge und des Herzens – besteht die Gefahr, dass durch die Strahlentherapie langfristig Komplikationen wie eine Fibrosierung, Gefäßentzündungen (Vaskulitis) oder andere kardiovaskuläre Erkrankungen entstehen [1].

Besonders bei linksseitigen Behandlungen liegt das Herz teilweise im Bestrahlungsfeld. Die Krebsmedizin (Onkologie) muss daher spezielle Schutzmethoden anwenden, um die Strahlenbelastung des Herzens zu senken und behandlungsbedingte Komplikationen zu vermeiden.

schonung-herz-myokard-strahlentherapie-schutz-massnahmen-praevention-brustkrebs-lungenkrebs

Erkrankungen, die mittels Strahlentherapie behandelt werden

Wichtige Fakten auf einen Blick:

  • Eine Bestrahlung im Brustbereich kommt bei verschiedenen thorakalen Malignomen zum Einsatz.
  • Häufig wird die Strahlentherapie bei Brust- und Lungenkrebs eingesetzt.
  • Besonders im Zusammenhang mit einer linksseitigen Bestrahlung ist das kardiale Risiko hoch.

Thorakale Strahlentherapien kommen bei verschiedenen malignen Erkrankungen zum Einsatz, wobei die kardiale Risikoexposition in Abhängigkeit von der Tumorlokalisation und dem Bestrahlungsfeld erheblich variiert.

  • Brustkrebs stellt mit etwa 75.000 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland eine häufige Indikation für thorakale Strahlentherapien dar [2]. Die adjuvante Bestrahlung erfolgt oft nach einer brusterhaltenden Operation oder der Entfernung des Brustdrüsengewebes (Mastektomie). Die kardiale Belastung ist besonders bei linksseitig lokalisierten Brusttumoren relevant, da in diesem Fall ein hohes Risiko besteht, dass das Herz direkt im Bestrahlungsfeld liegt. Zusätzlich kann sich die Herzexposition erhöhen, wenn eine Mitbestrahlung bestimmter Lymphknotenstationen erforderlich ist.
  • Lungenkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Die Strahlentherapie wird oft beim nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) eingesetzt – je nach Stadium als stereotaktische Bestrahlung (Stereotactic Body Radiotherapy, SBRT) oder auch als Radiochemotherapie. Letztere kann durch die Strahlung und systemische Chemotherapie das kardiale Risikoprofil erhöhen. Linksseitig lokalisierte Tumore verursachen eine höhere Herzexposition als rechtsseitige Malignome.
  • Speiseröhrenkarzinome sind aufgrund ihrer Nähe zum Herzen mit einem hohen kardialen Risikoprofil verbunden. Die Radiochemotherapie führt in ihrer neoadjuvanten (vor operativen Eingriffen) sowie in ihrer definitiven Form (bei inoperablen Tumoren) häufig zu einer Belastung für das Herz – vor allem aufgrund der unmittelbaren Nachbarschaft der Speiseröhre zum linken Vorhof und den Koronararterien. Um eine Herzschonung zu erreichen, sind daher umfassende Behandlungsplanungen erforderlich.
  • Schilddrüsenkarzinome erfordern nur selten eine externe Strahlentherapie, da primär die Radiojodtherapie als nuklearmedizinische Behandlung zum Einsatz kommt. Ausnahmen sind anaplastische oder radiojodrefraktäre Schilddrüsenkarzinome (da bei diesen keine Jodaufnahme erfolgt), bei deren Behandlung eine Bestrahlung erfolgt. Die kardiale Risikoexposition bleibt dabei in der Regel – durch die präzise Lokalisation des Zielvolumens – gering.

Die unterschiedlichen Risikoeinschätzungen resultieren aus den anatomischen Beziehungen zwischen Tumor und Herz sowie dem konkreten Zielvolumen und der Frage, ob eine simultane kardiotoxische Chemotherapie notwendig ist.

Myokardiale Risiken und Folgeerkrankungen durch die Strahlentherapie

Wichtige Fakten auf einen Blick:

  • Die Strahlentherapie kann die Blutgefäße des Herzens schädigen.
  • Unter anderem kann nach Jahren eine Kardiomyopathie oder eine koronare Herzkrankheit (KHK) auftreten.
  • Die Herzbeutelentzündung (Perikarditis) gehört zu den Erkrankungen, die auch kurz nach der Strahlentherapie auftreten können.

Zur Schädigung kardialer Strukturen durch ionisierende Strahlung kommt es im Zusammenhang mit komplexen pathophysiologischen Mechanismen, die sowohl akute als auch chronische Veränderungen umfassen. Die direkte Einwirkung zieht beispielsweise Endothelschäden der kleinen und großen Herzgefäße nach sich. Diese lösen Entzündungsreaktionen und eine Fibrosierung aus – was zu fortschreitenden strukturellen und funktionellen Beeinträchtigungen führt. Ein zentraler Faktor ist die mittlere Herzdosis (Mean Heart Dose, MHD), deren Höhe die Einschätzung des Risikos von kardiovaskulären Komplikationen erlaubt.

Durch eine Strahlentherapie kann zum Beispiel eine strahleninduzierte Kardiomyopathie entstehen, die sich typischerweise erst nach einer Latenzzeit von mehreren Jahren zeigt und als fortschreitende Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion auftritt. Daneben kann durch die Einwirkung der Strahlung eine koronare Herzkrankheit (KHK) begünstigt werden (aufgrund einer beschleunigten Atherosklerose), wobei das relative Risiko dosisabhängig steigt [3]. Welche Herzkammer prominent betroffen ist, hängt von der Lagebeziehung zum Tumor ab.

Eine Herzbeutelentzündung (Perikarditis) kann akut während oder kurz nach der Bestrahlung auftreten, sich aber auch als chronisch-konstriktive Verlaufsform mit hämodynamischer Relevanz entwickeln. Zudem besteht die Möglichkeit von Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien wie Vorhofflimmern und ventrikuläre Rhythmusstörungen), die aus einer Fibrosierung des Reizleitungssystems und strukturellen myokardialen Veränderungen resultieren.

Zu den Risikofaktoren für kardiovaskuläre Komplikationen gehören die Strahlendosis, aber auch die Ausdehnung und Lage des Tumors sowie bestehende kardiale Erkrankungen. Zusätzlich hat die Gabe kardiotoxischer Chemotherapeutika (etwa Anthrazykline oder Trastuzumab) Auswirkungen auf die Herzschädigung der Tumorbehandlung.

Die Diagnostik strahleninduzierter Herzschäden erfolgt mittels verschiedener bildgebender Verfahren, zu denen die Echokardiographie sowie die Kardio-CT und die Kardio-MRT gehören. Zudem lassen sich mittels einer Kombination aus nuklearmedizinischen und radiologischen Verfahren – wie beispielsweise der PET-CT – weitere Fragestellungen klären.

Methoden zur herzschonenden Bestrahlung

Wichtige Fakten auf einen Blick:

  • Als verbreitete Methode zum Herzschutz hat sich die atemkontrollierte Bestrahlung etabliert.
  • Eine präzise Planung der Dosisverteilung kann benachbartes Gewebe schützen.
  • Bei der Protonentherapie ist eine gezielte Dosisabgabe in den Tumor möglich.

Mittlerweile stehen der Onkologie verschiedene Verfahren zur Minimierung der kardialen Strahlenbelastung zur Verfügung. Die Auswahl orientiert sich an der Tumorentität, den anatomischen Gegebenheiten und Ressourcen des Behandlungsstandorts.

Atemadaptierte Techniken

Die atemadaptierte Strahlentherapie mit tiefer Einatmung (Deep Inspiration Breath Hold, DIBH) als Teil des Atemgatings ist eine effektive Methode zur Herzschonung bei der Behandlung von Brust- und Lungentumoren. Während eines tiefen Atemzugs expandiert das Lungenvolumen, wodurch sich das Herz um mehrere Zentimeter verlagert. Um die mittlere Herzdosis zu reduzieren, erfolgt die Strahlenapplikation erfolgt ausschließlich während definierter Atemphasen. Die Implementierung der DIBH-Methode erfordert spezialisierte Überwachungssysteme mit optischem oder spirometrischem Monitoring sowie eine aktive Kooperation der Patienten.

Herzschonende Bestrahlungstechniken

Die intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) und die volumetrisch modulierte Arc-Therapie (VMAT) ermöglichen durch eine umfassende Bestrahlungsplanung eine präzise dreidimensionale Dosisverteilung mit einem steilen Dosisgradienten zu Risikoorganen. Auf diese Weise soll die Exposition des Herzens gegenüber der Strahlung reduziert werden. Darüber hinaus kann mit um den Zeitfaktor erweiterten CT-Aufnahmen gearbeitet werden, um tumorbedingte und atemabhängige Bewegungen zu erfassen, die in bewegungsadaptierte Bestrahlungskonzepte eingebunden werden.

Partielle Bestrahlung und Protonentherapie

Die partielle Brustbestrahlung (Partial Breast Irradiation, PBI) beschränkt das Zielvolumen auf das Tumorbett mit einem Sicherheitssaum. Zum Einsatz kommt die Methode bei ausgewählten Patientinnen mit Karzinomen im frühen Stadium und einem niedrigen Rezidivrisiko. Die intrakavitäre Brachytherapie ist eine weitere Methode, um Tumore in Körperhöhlen gezielt zu behandeln, dabei aber benachbartes Gewebe zu schonen. Ein weiterer, moderner Ansatz ist die Protonentherapie, die den Bragg-Peak-Effekt ausnutzt. Die Teilchen deponieren ihre Energie zu einem hohen Anteil im Tumor, sodass die ins umliegende Gewebe gelangende Exit-Dosis vergleichsweise klein bleibt. Allerdings ist die Verfügbarkeit dieser Bestrahlungsmethode immer noch eingeschränkt.

Mehr über LifeLink

Finden Sie jetzt die
Praxis in Ihrer Nähe!

Wir sind überzeugt, dass die Medizin von morgen anders aussehen sollte. Wir sehen den Menschen im Mittelpunkt exzellenter Medizin.

Fazit: Zum Herzschutz in der Strahlentherapie kommen multimodale Ansätze zur Anwendung

In der Behandlung und effektiven Tumorkontrolle thorakaler Malignome spielt die Strahlentherapie eine zentrale Rolle. Allerdings muss die Krebsmedizin in diesem Zusammenhang die Reduktion kardialer Spätfolgen berücksichtigen. Die atemadaptierte Bestrahlung hat in diesem Zusammenhang große Bedeutung, wird aber von einer Reihe weiterer Verfahren flankiert, um bei verschiedenen Tumorentitäten die Herzexposition zu senken. Dazu gehören intensitätsmodulierte Techniken, eine bewegungsadaptierte Planung sowie der Einsatz eines präzisen Bestrahlungsregimes. Diese Maßnahmen ermöglichen eine gezielte Abgabe der erforderlichen Dosis auf das Zielvolumen bei gleichzeitiger Schonung der kardialen Strukturen.

FAQ zur herzschonenden Bestrahlung bei Tumoren im Brustbereich: Die wichtigsten Fragen und Antworten

[1] Meattini I, Poortmans PM, Aznar MC, et al. Association of Breast Cancer Irradiation With Cardiac Toxic Effects: A Narrative Review. JAMA Oncol. 2021;7(6):924–932. doi:10.1001/jamaoncol.2020.7468

[2] Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD), Brustkrebs (Mammakarzinom) ICD-10 C50, online verfügbar unter: Link (Datum des letzen Zugriffs: 05.02.2026).

[3] van Nimwegen FA, Schaapveld M, Cutter DJ, Janus CP, Krol AD, Hauptmann M, Kooijman K, Roesink J, van der Maazen R, Darby SC, Aleman BM, van Leeuwen FE. Radiation Dose-Response Relationship for Risk of Coronary Heart Disease in Survivors of Hodgkin Lymphoma. J Clin Oncol. 2016 Jan 20;34(3):235-43. doi: 10.1200/JCO.2015.63.4444. Epub 2015 Nov 16. PMID: 26573075.

[4] Rassaf, T., Totzeck, M., Backs, J. et al. Onkologische Kardiologie. Kardiologe 14, 267–293 (2020). https://doi.org/10.1007/s12181-020-00395-z

Weitere Artikel im LifeLink Magazin.

Das könnte Sie auch interessieren

Stöbern Sie durch unsere sorgfältig ausgewählten Artikel und entdecken Sie spannende Themen, die Sie inspirieren und informieren könnten. Viel Spaß beim Lesen!

Q1 Herz-MRT

MVZ MedDiagnost GmbH Geilenkirchen
Dr. med. Jonas Schmöe

MVZ Diranuk GmbH
Sakher Herrmann

MVZ Radnet Care GmbH

 

Q2 Herz-MRT

MVZ MedDiagnost GmbH Geilenkirchen
Dr. med. Jonas Schmöe

Q3 Herz-MRT

MVZ Radiologie Darmstadt GmbH
Prof. Dr. Oliver Mohrs

Q1 Herz-CT

MVZ Diranuk GmbH
Sakher Herrmann

MVZ Radnet Care GmbH

Q2 Herz-CT

MVZ Radiologiezentrum Ulm O + H GmbH
Maximilian Koßbiehl

Q3 Herz-CT

MVZ Radiologie Darmstadt GmbH
Prof. Dr. Oliver Mohrs

MVZ MedDiagnost GmbH Geilenkirchen
Dr. med. Jonas Schmöe

Q1 MR-Prostatographie

MVZ Radnet Care GmbH

Q2 MR - Prostatographie

MVZ Radnet Care GmbH

MVZ Radiologie und Nuklearmedizin Bremen GmbH

Q2 CT - Thorax

MVZ Radiologie Darmstadt GmbH
Prof. Dr. Oliver Mohrs
Dr. Henrik Thoms

Dr. med.​​​​ Jonas Schmöe

Dr. med. Jörg-André Nickel

Sakher Herrmann

MVZ Radiologie und Nuklearmedizin Bremen GmbH

ESTI Lungen-Screening

MVZ Radiologie Darmstadt GmbH
Dr. Henrik Thoms

Q1 Muskuloskelettale Radiologie

MVZ Radnet Care GmbH

Q2 Muskuloskelettale Radiologie

MVZ Radiologie Darmstadt GmbH

MVZ Diranuk GmbH
Sakher Herrmann

DRG Muskuloskelettale Radiologie

MVZ Radiologie Darmstadt GmbH

DGMSR Muskuloskelettale Radiologie

MVZ Radiologie Darmstadt GmbH

Tüv-Profi-CERT

MVZ Rhein-Main Zentrum für Diagnostik GmbH

DRG-Zentrum

MVZ Radiologie Darmstadt GmbH
Prof. Dr. Oliver Mohrs

MVZ MedDiagnost GmbH Geilenkirchen

MVZ Radiologie und Nuklearmedizin Bremen GmbH

3CERT

MVZ Dermatopathologie Duisburg Essen

KPQM

MVZ DIRANUK GmbH

Re.Viva Programm von Bracco

Re.Viva Jod-Rückholprogramm von Bracco

MVZ Radiologie und Nuklearmedizin Bremen GmbH (Standort Schwachhauser Heerstraße)

Q1 Künstliche Intelligenz

MVZ Radiologie und Nuklearmedizin Bremen GmbH
PD Dr. Christian Grieser

passende Standorte