Was ist die PSMA-PET-MRT?
Bei der PSMA-PET-MRT handelt es sich um ein Hybridverfahren zur Bildgebung, das die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die Magnetresonanztomographie (MRT) miteinander kombiniert. Die Besonderheit ist der eingesetzte Radiotracer, der auf die Oberflächenstruktur abzielt, die von den Prostatakrebszellen gebildet wird.
In der medizinischen Praxis hat sich die PSMA-PET-MRT als Verfahren etabliert, das zur Klärung onkologischer Fragen herangezogen wird. Als hybrides Untersuchungsverfahren mit nuklearmedizinischen und radiologischen Darstellungsparametern ermöglicht sie eine präzise Diagnostik mit hoher Spezifität und Sensitivität.
Das Funktionsprinzip der PSMA-PET-MRT
Bei der PSMA-PET-MRT wird ein radioaktiv markiertes Medikament (der Radiotracer, meist auf Gallium-68- oder Fluor-18-Basis) verwendet, das gezielt an das prostataspezifische Membranantigen (PSMA) bindet. Dieses wird auch von gesunden Zellen der Prostata gebildet, findet sich aber häufig in sehr viel höherer Konzentration auf der Oberfläche von Prostatakrebszellen.
Durch die Anreicherung des Tracers an den Bindungsstellen werden die Tumorzellen markiert und über Aufnahmen mit einer Positronenkamera sichtbar gemacht. Die MRT-Komponente des Verfahrens erfasst hochauflösende, strukturelle Bilder, wodurch eine genaue anatomische Zuordnung der Befunde erreicht wird. Mit der Kombinationsuntersuchung lassen sich auch kleine Läsionen, die mit der Einzelbildgebung nicht zu erkennen wären, identifizieren und deren Lagebeziehungen zum umgebenden Gewebe bewerten.
Einsatz der PSMA-PET-MRT
Die PSMA-PET-MRT bietet die Möglichkeit, hochauflösende Aufnahmen anzufertigen und hat sich als bildgebende Methode im Rahmen der aktuellen Leitlinien bei Prostatakrebs speziell im Zusammenhang mit der Suche nach Rezidiven etabliert [1]. Hintergrund: Aufgrund verschiedener Ursachen können Krebszellen im Körper zurückbleiben und nach einer kurativen Therapie in der Prostataloge, dem benachbarten Gewebe oder entfernten Organen wieder einen Tumor bilden.
Das Rezidiv wird in der Nachsorge nicht selten zuerst labormedizinisch durch einen erhöhten Wert des prostataspezifischen Antigens (PSA) entdeckt. Dieses sogenannte „biochemische Rezidiv“ rechtfertigt laut den Leitlinien den Einsatz der PSMA-PET Hybridverfahren (mittels MRT oder Computertomographie (CT)), um das Tumorgewebe zu lokalisieren.
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Fazit: PSMA-PET-MRT spielt in der Krebsnachsorge eine bedeutende Rolle
Durch die Verwendung eines Radiotracers, der gezielt auf PSMA anspricht, steht der Krebsmedizin (Onkologie) PSMA-PET-Hybriduntersuchung ein bildgebendes Verfahren zur Verfügung, das im Rahmen der Rezidivsuche einen hohen Stellenwert genießt. Die Kombination von Methoden der Nuklearmedizin und der Radiologie ist die Basis einer hohen Befundungsqualität, die ihrerseits wiederum Voraussetzung für das Treffen einer angemessenen Therapieentscheidung ist. Während isolierte Tumore oder Oligometasten (einzelne Tochtergeschwüre) noch operativ oder mittels Strahlentherapie behandelbar sind, bedarf es bei systemischen Metastasierungen eines breiteren Ansatzes.
[1] Leitlinienprogramm Onkologie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF), der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und der Deutschen Krebshilfe, S3-Leitlinie Prostatakarzinom Version 8.1, August 2025 AWMF-Registernummer: 043-022OL, online verfügbar unter: Link (Datum des letzten Zugriffs: 30.01.2026).

