Divertikulitis: Ursachen, Symptome, Diagnostik & Behandlung
Divertikel sind Ausstülpungen der Darmwand, die sich unter bestimmten Umständen entzünden können. Kommt es zu einer solchen Entzündung (Divertikulitis), sind plötzliche, im…
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Leistung
Wird in einer dermatopathologischen Untersuchung eine auffällige Läsion gefunden, folgt in der Regel die Entnahme einer Probe des betroffenen Areals, um diese im Labor aufarbeiten zu lassen. Im dermatohistologischen Labor werden von der Probe Schnittpräparate unter Verwendung eines Mikrotoms angefertigt und anschließend eingefärbt. Dadurch wird es möglich, feine Strukturen in der mikroskopischen Betrachtung sowie auf den digitalen Aufnahmen voneinander zu unterscheiden. Auf dieser Seite geben wir einen Überblick über den Ablauf der Routinehistologie und gehen auch auf Aspekte wie die Befundübermittlung und das Qualitätsmanagement in der Dermatohistologie ein.
Die feingewebliche Untersuchung von Gewebeproben der Haut liefert der Dermatologie wichtige Informationen für die Diagnosestellung und Behandlungsplanung – unter anderem bei einem Verdacht auf Hautkrebs oder eine entzündliche Dermatose. Voraussetzung dafür ist der einwandfreie Zustand der Probe, die das Labor ohne Kontamination erreichen muss. Seitens des dermatohistologischen Labors ist wiederum zu gewährleisten, dass der Untersuchungsbefund zügig bei der einsendenden Praxis ankommt, um den Zeitraum bis zur Einleitung der erforderlichen Therapiemaßnahmen so kurz wie möglich zu halten.
Es liegt in der Verantwortung des dermatohistologischen Labors, die präzise Einhaltung des Ablaufs – von der Annahme und dem internen Transport der Biopsieprobe (Biopsat) über deren Aufarbeitung bis zur Befundübermittlung – sicherzustellen. Für die Probenahme und die erforderlichen klinischen Angaben ist hingegen die einsendende Praxis zuständig. Die Beurteilung der Notwendigkeit einer histologischen Abklärung sowie die diagnostische Einordnung des dermatohistologischen Befunds gehören wiederum in den Fachbereich der Dermatopathologie.
Ablauf im dermatohistologischen Labor: Von der Einsendung der Hautprobe bis zur Aufarbeitung
Ob eine aussagekräftige Untersuchung und Bewertung von Probenmaterial im dermatohistologischen Labor möglich ist, hängt nicht nur von dessen Aufarbeitung ab, sondern auch von einer korrekten Behandlung des Biopsats direkt nach der Entnahme.
Für die Routinehistologie wird die entnommene Gewebeprobe unmittelbar in einen mit Formalinlösung (es handelt sich in der Regel um vierprozentiges gepuffertes Formalin) gefüllten, auslaufsicheren Probenbehälter gegeben. Dieser ist für eine genaue Zuordnung eindeutig mit den Patientendaten zu beschriften. Die Informationen auf dem Probenbehälter müssen mit denen auf dem Einsendeschein übereinstimmen.
Gegebenenfalls sind für die spätere Untersuchung der Probe Angaben zur Orientierung erforderlich, um die Lagebeziehungen rekonstruieren zu können. Dies kann zum Beispiel bei einer Entfernung von Tumoren der Fall sein. In solch einem Fall muss die einsendende Praxis die Probe mit einer entsprechenden Markierung versehen.
Für die Vorbereitung des Biopsats können bei bestimmten Untersuchungen spezielle Anforderungen gelten. So darf beispielsweise eine Probe für die direkte Immunfluoreszenz (kurz: DIF) nicht in Formalin fixiert werden. Ein solcher Gewebeausschnitt wird gekühlt und gesondert gekennzeichnet in das dermatohistologische Labor eingesandt, da das Verfahren auf einer Untersuchung an unverändertem Gewebe beruht. Eine besondere Behandlung ist auch bei Probenmaterial wichtig, das auf Gichttophi (Hautknoten, die aus Harnsäurekristallen bestehen) untersucht werden soll. Die Lagerung in Formalin würde zur Auflösung der Uratkristalle führen, die mit der Untersuchung identifiziert werden sollen.
Eine falsche Fixierung oder eine unvollständige Beschriftung der Probe kann nicht nur deren Aufarbeitung verzögern, sondern schlimmstenfalls auch zu ihrer Unbrauchbarkeit führen.
Gewebe verändert sich ab dem Zeitpunkt der Entnahme aus dem Körper. Aus diesem Grund ist es für die Untersuchung von großer Bedeutung, die Dauer des Transports der Probe möglichst gering zu halten. Ideal ist ein Abholservice, der die Einhaltung kontrollierter Transportbedingungen ermöglicht. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Vereinbarung einer festen Abholzeit, durch die die Planbarkeit des Zeitpunkts der Biopsie und die anschließende Lagerung des Gewebes erleichtert wird.
Der Versand per herkömmlicher Post ist hingegen aufgrund mehrerer Aspekte problematisch. Einerseits kann die Probe je nach Entfernung mehrere Tage unterwegs sein, andererseits ist es bei diesem Transportweg kaum möglich, eine Einhaltung der sensiblen Bedingungen verlässlich zu gewährleisten. Schwankende Transportbedingungen können die Qualität des Biopsats beeinträchtigen.
Als Alternative zum Abholservice kommt ein Transport per Kurier oder Versanddienstleister infrage – allerdings nur dann, wenn eine entsprechende Kühlung und Fixierung der Probe möglich ist.
Nachdem die Probe im Labor eingegangen ist, erfolgt zunächst die makroskopische Begutachtung. Dabei werden Parameter wie Größe, Form und Beschaffenheit des Gewebematerials beurteilt und dokumentiert. Anschließend wird der Zuschnitt durchgeführt, um mit dem gelieferten Material nach einem standardisierten Schema weiterzuarbeiten.
Bevor organisches Gewebe eingefärbt und untersucht werden kann, sind dessen Entwässerung und Einbettung in Paraffin erforderlich. Dieser Schritt ist notwendig, da für die Untersuchung mit dem Lichtmikroskop eine gewisse Schichtdicke der Probe nicht überschritten werden darf. Um die richtige Schichtdicke mithilfe des Mikrotoms zu erreichen, braucht die Probe eine gewisse Festigkeit. Ist diese gegeben, werden die Schnittpräparate senkrecht zur Hautoberfläche angefertigt.
Nach der Entparaffinierung erfolgt die Färbung, um einzelne Strukturen, wie die Randzonen von Tumoren zur Beantwortung onkologischer Fragestellungen, besser sichtbar zu machen. Anschließend werden die gefärbten Schnittpräparate auf Objektträgern platziert und mit dünnen Deckgläschen sowie einem Eindeckmedium aus Kunstharz dauerhaft geschützt (eingedeckt). Hinsichtlich der Objektträger ist die Verwendung von Stoffen wichtig, die sich in ihren optischen Eigenschaften neutral verhalten. Im Anschluss an die Vorbereitung kann die eigentliche mikroskopische beziehungsweise digitale Befundung durch den Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten (Dermatologie) mit Zusatzqualifikation Dermatopathologie vorgenommen werden.
Für die Realisierung bestimmter Untersuchungen, die nicht mehr zur Routinehistologie gehören – etwa Spezialfärbungen oder immunhistochemische Zusatzuntersuchungen –, verfügen dermatohistologische Labore über spezifische Färbeautomaten sowie die dafür nötigen Reagenzien und Antikörperpanels.
In der Dermatopathologie werden die Schnittpräparate genau untersucht. Das klassische Verfahren dafür ist die Durchlichtmikroskopie. Je nach Fragestellung kann diese mit einer Polarisationsmikroskopie (unter Einsatz spezieller optischer Filter) kombiniert werden – zum Beispiel für eine Betrachtung von Kristalleinlagerungen in der Haut.
Ein zunehmend verbreiteter Ansatz ist die Digitalisierung der gefärbten Präparate. Dazu werden spezielle Scanner im Labor verwendet, die teilweise Dutzende Objektträger aufnehmen und automatisiert hochauflösende digitale Bilddateien anfertigen. Diese Möglichkeit der digitalen Aufarbeitung hat den Vorteil, dass die Befundung ortsunabhängig durchgeführt werden kann: Die physischen Objektträger mit den Schnittpräparaten müssen nicht mehr versandt werden (was immer ein Verlustrisiko bedeutet), sondern können unter optimalen Bedingungen archiviert werden, während die angefertigten Bilder einfach digital übertragen werden.
Zusätzlich kann der Zugang zu einem digitalen Befundportal mit Dritten geteilt werden. Dies bietet der Dermatopathologie unter anderem die Möglichkeit, die einsendende Praxis über den Bearbeitungsstand der Proben zu informieren oder fertige Befunde verschlüsselt zum Abruf bereitzustellen.
Die Aufbereitung von Gewebeproben und deren Digitalisierung müssen jederzeit festen Standards folgen und konsistent reproduzierbar sein. Um dies sicherzustellen, bedarf es eines Qualitätsmanagementsystems, das alle Schritte – von der Probenannahme über die Färbung bis zur digitalen Archivierung – erfasst. Teil der Sicherung dieser Standards ist eine regelmäßige Teilnahme an Ringversuchen, die Ergebnisse des einzelnen dermatohistologischen Labors anonymisiert mit denen anderer Einrichtungen vergleichbar machen. Darüber hinaus ist eine regelmäßige interne Kontrolle aller Abläufe erforderlich, die eine Wartung und Kalibrierung aller eingesetzten Färbeautomaten und Einbettstationen umfasst.
Für unseren dermatohistologischen Laborbetrieb achten wir auf die Einhaltung höchster Standards, um für jede Probenvorbereitung ein einheitlich hohes qualitatives Niveau zu erreichen. Arztpraxen und Kliniken, die mit uns zusammenarbeiten, erhalten bei uns das Material zur Einsendung der Proben und Untersuchungsanträge für individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL). Dank eines unmittelbaren Ansprechpartners bei LifeLink können organisatorische Rückfragen ebenso schnell und präzise bearbeitet werden wie Anliegen, die den Umgang mit größeren Probenmengen betreffen. Nutzen Sie unsere Erfahrung, um die Routinehistologie innerhalb von 24 bis 48 Stunden durchführen zu lassen.
FAQ zu dermatohistologischen Laboruntersuchungen: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Nein, grundsätzlich ist die Einsendung von Gewebeproben auch durch Kliniken möglich, für die eine Aufarbeitung in der gleichen Art und Weise erfolgt. Kliniken nutzen diesen Service zumeist dann, wenn ihre eigenen Labore an Kapazitätsgrenzen stoßen oder sie nicht über eine entsprechend ausgestattete Einrichtung verfügen.
Der Grund sind die im Labor verwendeten Reagenzien, mit denen eine Bindung bestimmter Strukturen erreicht werden soll. Formalin vernetzt und verändert die Eiweißstrukturen dieser Bindungsstellen chemisch – die typischen Ablagerungsmuster wären danach nicht mehr zuverlässig darstellbar. Zudem verstärkt Formalin die Eigenfluoreszenz des Gewebes, was das Untersuchungsergebnis weiter verfälschen würde.
Eine Lageorientierung ist bei allen Exzisionen (chirurgische Entfernung von Gewebe) erforderlich, bei denen die Vollständigkeit einer Tumorentfernung beurteilt werden soll. Der Operateur markiert dazu einen festen Bezugspunkt. Damit lässt sich im Labor jedem Schnittrand eine anatomische Richtung zuordnen. Durch diese Orientierung ist es möglich, die betroffene Stelle bei unvollständiger Tumorentfernung für eine mögliche Nachresektion gezielt anzusprechen.
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