Leberzirrhose: Entstehung, Symptome, Verlauf, Erkennung & Behandlung
Leberzirrhose ist eine Erkrankung, die zu Beginn wenig typische Symptome verursacht. Betroffene stellen anfangs oft nur anhaltende Müdigkeit oder einen nachlassenden Appetit…
Wir sind überzeugt, dass die Medizin von morgen anders aussehen sollte. Wir sehen den Menschen im Mittelpunkt exzellenter Medizin und bieten ein breites Leistungsspektrum von hochmoderner Diagnostik, Vorsorge und gezielter Therapie aus einer Hand.
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Wir sind überzeugt, dass die Medizin von morgen anders aussehen sollte. Wir sehen den Menschen im Mittelpunkt exzellenter Medizin und investieren in unsere Werte: von der Patientenzufriedenheit bis zur Mitarbeiterzufriedenheit.
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Auffällige Strukturveränderungen in der Bildgebung oder nach einer Tastuntersuchung machen in der Regel eine weiterführende Diagnostik erforderlich. Ein etabliertes und weit verbreitetes Verfahren ist die Entnahme von Gewebe mittels Stanzbiopsie. Anhand des dabei gewonnenen Probenmaterials kann die Pathologie untersucht und erkannt werden, ob sie gut- oder bösartig ist. Durch die Bestimmung verschiedener molekularer Parameter sind die prognostische Bewertung sowie die Gewinnung wichtiger Hinweise für die Behandlung möglich. Auf dieser Seite stellen wir das Verfahren der Stanzbiopsie genauer vor und erklären, wann es zur Anwendung kommt und wie es abläuft.
Bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) oder die Sonographie (Ultraschall) liefern der Medizin wichtige Informationen zur Identifizierung und Einordnung von Gewebeveränderungen. Die Verfahren ermöglichen die Beurteilung der Lage, Größe und Struktur einer Raumforderung. Aber selbst bei auffälligen Befunden lässt sich allein anhand der Schnittbilder oft nicht zuverlässig beurteilen, ob eine Gewebeveränderung gut- oder bösartig ist. Für eine sichere Diagnosestellung bedarf es der Untersuchung einer Gewebeprobe.
Die Stanzbiopsie (beziehungsweise Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsie) ist ein in der Diagnostik weitläufig genutztes Verfahren zur Entnahme von Probenmaterial aus dem menschlichen Körper. Mit einer speziellen Hohlnadel – der sogenannten „Stanze“ oder „Stanzkanüle“ – wird aus dem verdächtigen Bereich ein zusammenhängender Gewebezylinder entnommen. Dieser erhält die räumliche Struktur des Gewebes und erlaubt der Pathologie die umfassende feingewebliche (histologische) und antikörperbasierte (immunhistochemische) Untersuchung. Die aus der Biopsie resultierenden Befunde sind unter anderem in der Krebsmedizin (Onkologie) für die Typisierung von Tumoren und die Therapieplanung von Bedeutung.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
Für eine möglichst genaue Beurteilung der Gewebeprobe muss diese zielgerichtet aus der auffälligen Raumforderung entnommen werden, ohne dabei die innere Struktur zu stören. Gleichzeitig soll der Eingriff für den Patienten schnell und belastungsarm erfolgen. Der grundlegende Mechanismus hinter der Probennahme basiert auf dem „Einschießen“ der Biopsienadel in das Gewebe.
Die dafür zur Verfügung stehende Hohlnadel wird in ein spezielles Stanz- oder Biopsie-Schussgerät eingesetzt, das mit einem federgetriebenen Mechanismus arbeitet. Damit soll die Nadel mit hoher Geschwindigkeit in das Zielareal eingeführt werden, um dort den Gewebezylinder herauszuschneiden.
Wie viel Probenmaterial mit einer Stanzbiopsie entnommen werden kann, richtet sich nach dem jeweiligen Nadeldurchmesser. Je nach Fragestellung kann der durchführende Arzt aus verschiedenen Größen wählen, die in Gauge (G) – der Maßeinheit für den Nadelquerschnitt – angegeben werden. Üblich ist eine Variabilität zwischen 14 und 20 G (je größer die Zahl, desto kleiner der Durchmesser).
Um sicherzustellen, dass die Probe tatsächlich aus dem auffälligen Bereich entnommen wird, wird die Stanzbiopsie standardmäßig unter Bildführung durchgeführt. Der zentrale Ansatz besteht darin, mittels Sonographie eine zielgerichtete Führung der Hohlnadel zu ermöglichen. Sollte die Sonographie jedoch keine hinreichend genauen Informationen liefern, können auch – je nach individueller Abwägung – die MRT oder die Computertomographie (CT) zur Bildgebung bei der Biopsie genutzt werden.
Indikationen: Wann kommt die Stanzbiopsie zur Anwendung?
Die Stanzbiopsie wird zur Klärung verschiedenen Verdachtsdiagnosen eingesetzt. Das mit dem Verfahren erlangte Probenmaterial dient der Pathologie zur Unterscheidung zwischen der Gut- oder Bösartigkeit einer Raumforderung sowie zur weiteren Differenzierung (Typisierung) einer Läsion.
Die Biopsie ist ein Standardverfahren zur Abklärung suspekter Befunde, wie tastbarer Knoten, in der Mammographie entdeckter Mikrokalk oder sonstige auffällige Läsionen. Sie ermöglicht eine gesicherte Unterscheidung zwischen einem Mammakarzinom (Brustkrebs) und einer gutartigen (benignen) Veränderung wie einem Lipom, ohne dass dafür ein operativer Eingriff notwendig ist.
Bei einem erhöhten PSA-Wert oder einem auffälligen Tastbefund besteht der Verdacht auf Prostatakrebs, zu dessen Klärung die Stanzbiopsie der Vorsteherdrüse genutzt wird. Die eigentliche Probennahme erfolgt üblicherweise mithilfe des transrektalen Ultraschalls. Eine Ergänzung des Verfahrens mit der Prostata-MRT kann die Ergebnisse verbessern. Die Methode wird als „Fusionsbiopsie“ bezeichnet.
Treten Beschwerden im rechten Oberbauch oder Verdauungsstörungen auf und sind in einer ersten Übersichtsaufnahme Läsionen der Leber erkennbar, ist die Stanzbiopsie eine Option, um Proben aus dem Gewebe zu gewinnen. Auf der Grundlage dieser Proben können verschiedene Lebererkrankungen – von der Virushepatitis über Fibrosen bis zu einem hepatischen Lebertumor (Leberkrebs) – identifiziert und eingeordnet werden.
Bei einer auffälligen Raumforderung der Nieren kann es sich sowohl um gutartige Zysten oder Angiomyolipome (Tumore aus Gefäßen, muskulärem Zellmaterial und Fettgewebe) als auch bösartige Tumore handeln. Mithilfe der Biopsie ist eine Unterscheidung möglich, die besonders in den Fällen wichtig ist, in denen mittels Bildgebung eine sichere strukturelle Differenzierung nicht gelingt.
Jede Biopsie ist ein invasiver Eingriff und obwohl das Risiko generell gering ist, sind Komplikationen nicht vollständig auszuschließen. Beim Vorliegen bestimmter Rahmenbedingungen ist daher von der Durchführung der Biopsie abzusehen. Zu diesen Kontraindikationen gehört unter anderem das Vorliegen von Blutgerinnungsstörungen, sei es aufgrund eines Mangels an Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder einer Behandlung mit Blutverdünnern (die bei rechtzeitiger Rücksprache mit dem Arzt jedoch möglicherweise pausiert werden können).
Zudem ist vorab zu prüfen, ob eine erhöhte Gefahr einer Tumorzellverschleppung entlang des Stichkanals besteht, was insbesondere bei bestimmten Krebsvarianten (zum Beispiel Keimzelltumoren) relevant ist. Schließlich können auch organspezifische Einschränkungen, wie eine ungünstige anatomische Lage der Zielläsion zu Gefäßen oder Hohlorganen, den Zugangsweg beeinträchtigen.
Ablauf der Stanzbiopsie: Was passiert vor, während und nach dem Eingriff?
Allgemein ist die Stanzbiopsie ein Verfahren, das von vielen Patienten gut vertragen wird. Da es minimalinvasiv durchführbar ist, erfolgt die Entnahme des Gewebes typischerweise ambulant in einer Facharztpraxis oder Klinik. Sollten ein erhöhtes Nachblutungsrisiko bestehen oder bestimmte Erkrankungen vorliegen, kann auch ein stationärer oder teilstationärer Aufenthalt erforderlich sein.
Vor der Stanzbiopsie steht die Aufklärung des Patienten über den Ablauf, mögliche Risiken und die anschließende Probenverarbeitung. Relevant ist dabei für den Arzt besonders die aktuelle Medikation, beispielsweise eine orale Einnahme von Blutgerinnungshemmern oder Acetylsalicylsäure (ASS, weithin bekannt unter dem Namen „Aspirin“), da diese das Blutungsrisiko erhöhen. Darüber hinaus werden vorhandene Voraufnahmen gesichtet, um den optimalen Zugangsweg zur Läsion zu identifizieren.
Am Untersuchungstag wird das Biopsieareal – sollten nur ältere Aufnahmen vorliegen – noch einmal mittels Bildgebung zur Kontrolle dargestellt. Nach der Desinfektion des Punktionsareals und örtlicher Betäubung des Zugangswegs wird die Stanzkanüle unter Bildkontrolle (meist Ultraschall) in die Zielläsion eingebracht. Häufig werden mehrere Stanzzylinder aus verschiedenen Regionen der Läsion entnommen, um einen repräsentativen Querschnitt zu erhalten und das Risiko eines falsch-negativen Befundes zu verringern. Durch die Betäubung verläuft der Eingriff weitgehend schmerzfrei. Bei tiefliegenden Strukturen kann eine Sedierung zum Einsatz kommen.
Nach Abschluss der Probenentnahme wird die Punktionsstelle mit einem Verband versorgt und der Patient für einen bestimmten Zeitraum beobachtet, um auf eine eventuelle Nachblutung unmittelbar reagieren zu können. Die gewonnenen Gewebezylinder werden zur histologischen und gegebenenfalls immunhistochemischen sowie molekularbiologischen Analyse an die Pathologie übermittelt. Das Ergebnis liegt in der Regel nach einigen Werktagen vor. Der behandelnde Arzt bespricht den Befund mit dem Patienten und leitet daraus die weiteren diagnostischen oder therapeutischen Schritte ab.
Mit der Stanzbiopsie hat sich ein Verfahren etabliert, das üblicherweise ohne Komplikationen minimalinvasiv durchgeführt werden kann. Darüber hinaus bietet LifeLink ein breites Spektrum an radiologischen Verfahren und nuklearmedizinischer Diagnostik, um in Fachbereichen wie der Sportmedizin, der Endokrinologie, der Inneren Medizin oder der Herzmedizin (Kardiologie) umfassende Untersuchungen zu ermöglich. Ein weiterer Schwerpunkt von LifeLink liegt im Bereich strahlentherapeutischer Anwendungen.
Unabhängig davon, ob es um eine Untersuchung oder eine therapeutische Behandlung geht, setzen wir auf modernste Medizintechnik, hochqualifizierte Fachärzte und exzellent ausgebildetes Assistenz- und Praxispersonal, um unseren Patienten gegenüber stets die beste Qualität, höchste Sicherheit und eine optimale Betreuung sicherzustellen. Für eine einfache und flexible Terminreservierung am nächstgelegenen LifeLink-Standort steht unser intuitives Online-Buchungstool jederzeit zur Verfügung.
FAQ zur Stanzbiopsie: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Bei der Stanzbiopsie werden einzelne Gewebezylinder mittels eines federgetriebenen Mechanismus entnommen. Die Vakuumbiopsie funktioniert mit Unterdruck, durch den das Gewebe in die Hohlnadel eingezogen wird. Mit der Vakuumbiopsie ist die Entnahme größerer Probenmengen mit einem Nadelzugang möglich. Die Entscheidung zwischen Stanz- und Vakuumbiopsie richtet sich nach der medizinischen Fragestellung, der Lage des betroffenen Organs und der strukturellen Auffälligkeit. Im klinischen Alltag ergänzen sich beide Verfahren.
Die bloße Entnahme der Gewebeprobe dauert normalerweise nur wenige Minuten. Einschließlich der Vorbereitung des Patienten sowie der bildgebenden Planung und anschließenden Überwachung ist für die Stanzbiopsie ein Zeitrahmen von circa 30 bis 60 Minuten einzuplanen. Insgesamt dauert der Termin damit bis zu zwei Stunden.
Leichte Tätigkeiten im Alltag sind meist noch am selben Tag möglich. Schwere körperliche Belastungen und Sport sollten jedoch für einen Zeitraum von 24 bis 48 Stunden vermieden werden, um Nachblutungen an der Punktionsstelle vorzubeugen. Die reguläre Arbeitsfähigkeit ist zwar meist schon ab dem Folgetag wieder gegeben, muss aber dennoch auch im konkreten Zusammenhang mit dem Eingriffsort und der beruflichen Tätigkeit gesehen werden.
Ja, eine Wiederholung ist grundsätzlich möglich. Sie ist sogar klinisch erforderlich, wenn die erste Probe nicht repräsentativ war, weiterhin kein klarer Befund möglich ist oder eine Verlaufskontrolle ansteht. Auch bei mehreren auffälligen Läsionen können wiederholte Stanzbiopsien notwendig sein. Anforderung bleibt jeweils eine erneute Prüfung der Voraussetzungen sowie eine aktuelle Bildgebung der Zielstruktur.
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