Mikrokalk in der Mammographie: Bedeutung, Formen und wann eine Abklärung nötig ist
Ein auffälliger Tastbefund der Brust führt Frauen oft in die Gynäkologie und zur Mammographie. Wird anhand der dabei angefertigten Aufnahmen Mikrokalk gefunden,…
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Leistung
Ob ein Muttermal gutartig ist oder es sich um kritisch veränderte Zellformationen handelt, ist genauso eine Frage in der Dermatopathologie wie die nach der vollständigen Entfernung eines Basalzellkarzinoms, das anhand der Schnittränder untersucht wird. Die Dermatopathologie beschäftigt sich aber nicht ausschließlich mit onkologischen Fragestellungen, sondern beispielsweise auch mit Autoimmunerkrankungen als möglicher Ursache anhaltender Hautveränderungen. Dazu verfügt diese medizinische Fachrichtung über unterschiedliche Methoden, die inzwischen auch verstärkt mit digitaler Unterstützung zum Einsatz kommen. Erfahren Sie auf dieser Seite, welche Krankheitsbilder relevante Indikationen für die Dermatopathologie sind und welche Verfahren in der Diagnostik konkret genutzt werden.
Die Haut ist mit einer Fläche von etwa zwei Quadratmetern das größte Organ des Menschen. Insofern ist es auch nicht überraschend, dass das Spektrum der Hautkrankheiten sehr weit gefasst ist und von gutartigen Muttermalen über entzündliche Systemerkrankungen (etwa die Schuppenflechte) bis hin zu bösartigen Tumoren wie dem malignen Melanom reicht. Viele Veränderungen der Haut lassen sich im Rahmen der körperlichen Untersuchung jedoch oft nicht sicher voneinander unterscheiden.
Erst durch feingewebliche Untersuchungen mittels verschiedener Färbetechniken und des Mikroskops können die Strukturen im Gewebe und in den Zellen erkannt und eine Diagnose abgesichert werden. Damit spielt die Dermatopathologie für die Auswahl der passenden Therapie eine entscheidende Rolle und wird von Ärzten unterschiedlicher Fachdisziplinen neben der Erstdiagnostik von Erkrankungen auch in Kontrolluntersuchungen eingebunden.
Während die Dermatologie die klinische Hautheilkunde am Patienten ist, geht es in der Dermatopathologie um die feingewebliche Untersuchung von Hautproben bei krankhaften Gewebeveränderungen der Haut. Dabei wird ein multimodaler Ansatz verfolgt, der auf die Nutzung verschiedener Verfahren setzt, wie histologische und immunhistochemische Untersuchungen, die mikrographische Schnittrandkontrolle oder die diagnostisch anspruchsvolle Nagelhistologie.
Für die Auswertung des Gewebematerials, bei dem es sich um diagnostische Hautproben und Operationspräparate handelt, werden in der Dermatopathologie diverse Geräte und Verfahren genutzt. Ein wesentlicher Aspekt ist zudem die klinisch-pathologische Korrelation: Erst der Abgleich des feingeweblichen Befunds mit dem klinischen Erscheinungsbild, den Vorerkrankungen und dem Krankheitsverlauf lässt eine verlässliche Diagnosestellung zu.
Neben der Arbeit mit dem Mikroskop entwickelt sich die Dermatopathologie stetig weiter, insbesondere im Hinblick auf die immunhistochemischen und molekularen Verfahren. Verschiedene Erkrankungen lassen sich damit noch besser beurteilen – unter anderem in Bezug auf das Ansprechen auf verschiedene Therapien und die Heilungsprognose. Dazu trägt auch die Verwendung neuer digitaler Technologien und KI-gestützter Auswertungsverfahren bei.
Indikationen: Was sind die typischen Anwendungsfälle der Dermatopathologie?
Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten (Dermatologie) mit Zusatzqualifikation Dermatopathologie beschäftigen sich mit einer großen Bandbreite von Hauterkrankungen, darunter verdächtige Hautveränderungen – bei denen es sich um harmlose Auffälligkeiten wie Altersflecken oder Tumorerkrankungen handeln kann –, entzündliche Hauterkrankungen und seltene, erblich bedingte Hauterkrankungen.
Die Unterscheidung zwischen einem gutartigen Muttermal (Nävus) und schwarzem Hautkrebs – in der Krebsmedizin (Onkologie) als „malignes Melanom“ bezeichnet – gehört zu den anspruchsvollen Aufgaben der Dermatopathologie. Im Zuge der Hautkrebsdiagnostik prüft der durchführende Facharzt, ob sich in der Probe bösartig veränderte Melanozyten (Pigmentzellen mit dem Farbstoff Melanin) finden und wie ihr Verbreitungsmuster aussieht. Daneben sind als Parameter – die prognostisch von Bedeutung sind und in die Behandlungsplanung einfließen – außerdem die Tumordicke nach Breslow (wichtig für die Beurteilung des Krankheitsrisikos), das Vorliegen eines tiefen Geschwürs (Ulzeration) sowie die Mitoserate (Anzahl sich aktiv teilender Zellen) relevant. Gerade fortgeschrittene Melanome neigen zur Metastasierung, weshalb die Wächterlymphknotenbiopsie eine relevante Untersuchungsmaßnahme ist.
Das Basalzellkarzinom (Basaliom) und das Plattenepithelkarzinom (auch als heller Hautkrebs bezeichnet) zählen zu den häufigsten bösartigen Tumoren beim Menschen. Die Dermatopathologie sichert durch die feingewebliche Untersuchung die Verdachtsdiagnose und ist in der Lage, Wachstumsmuster und Infiltrationstiefe zu beurteilen. Darüber hinaus ist eine Untersuchung der Schnittränder relevant, um den Sicherheitsabstand zwischen der Läsion und dem gesunden Gewebe einzuschätzen. Bei aggressiven Subtypen – etwa dem sklerodermiformen Basalzellkarzinom (eine anfangs harmlos wirkende Form des hellen Hautkrebses, die umliegendes Gewebe zerstört) oder perineural wachsenden Plattenepithelkarzinomen (der Tumor breitet sich entlang der Nervenbahnen aus) – ist eine lückenlose Randkontrolle besonders wichtig, um Tumorrezidive zu vermeiden. Auch Krebsvorstufen wie die aktinische Keratose und Morbus Bowen (frühe Vorstufe des weißen Hautkrebses) stellen entsprechende Indikationen dar. Ein seltener, aber besonders aggressiver Fall ist das Merkelzellkarzinom, das ebenfalls eine sorgfältige feingewebliche und immunhistochemische Abklärung erfordert.
Erkrankungen wie die Schuppenflechte (Psoriasis), der Lichen planus, blasenbildende Autoimmunerkrankungen der Haut (bullöses Pemphigoid, Pemphigus) sowie der kutane Lupus erythematodes weisen häufig sich stark ähnelnde klinische Bilder auf, was ihre Unterscheidung in der Dermatologie erschwert. Die histologische Untersuchung – ergänzt durch die Immunfluoreszenz – hilft dabei, die krankhaften Muster besser zu verstehen und so die einzelnen Dermatosen voneinander zu unterscheiden.
Genodermatosen (genetisch bedingte Erkrankungen der Haut), bösartige Erkrankungen des Lymphgewebes mit Beteiligung der Haut (kutane Lymphome), granulomatöse Erkrankungen (bilden kleine Knoten) wie die Sarkoidose sowie Hautinfektionen durch Bakterien, Pilze oder Parasiten sind ebenfalls Gegenstand dermatopathologischer Untersuchungen. So lässt sich zum Beispiel die Sarkoidose durch spezielle Bindegewebszellen in den Granulomen von anderen Erkrankungen mit ähnlichem Erscheinungsbild unterscheiden. Infektionen werden unter anderem mithilfe spezieller Färbetechniken und Kulturen im Labor (die aus Nagel- oder Hautproben gewonnen werden) nachgewiesen.
Diagnostik: Welche Verfahren kommen in der Dermatopathologie zum Einsatz?
Um dem breiten Spektrum an Hauterkrankungen gerecht zu werden, kombiniert die Dermatopathologie klassische mikroskopische Techniken mit modernen immunologischen und molekularen Zusatzverfahren.
Grundlage dieser dermatopathologischen Untersuchung ist die konventionelle Histologie: Nach der Fixierung, der Einbettung in Paraffin und dem Anfertigen dünner Gewebeschnitte erfolgt die Färbung mit Hämatoxylin-Eosin (HE). Hierdurch werden die Zellstrukturen und die Gewebearchitektur sichtbar gemacht. Ergänzend kommen Spezialfärbungen zum Einsatz, etwa im Zusammenhang mit einer Darstellung von Pilzen, Bindegewebsfasern oder Ablagerungen in der Haut.
Bei Tumoren mit unklarem Charakter (entweder gut- oder bösartig) oder speziellen Fragestellungen zur Schnittrandsituation wird zudem die dreidimensionale histologische Aufarbeitung eingesetzt, die im Gegensatz zur klassischen stichprobenartigen Schnittführung eine lückenlose Beurteilung der gesamten Exzisionsränder ermöglicht und so hilft, unnötige Nachoperationen zu vermeiden.
Die Immunhistochemie ist eine Labortechnik, mit der spezifische Eiweißstrukturen (Antigene) im Gewebe mittels markierter Antikörper sichtbar gemacht werden. Spezielle Marker helfen dabei, melanozytäre Tumore von anderen Hautveränderungen abzugrenzen. Durch den Einsatz des Markers Ki-67 (ein Protein, dessen Vorhandensein auf eine aktive Wachstums- oder Teilungsphase hindeutet) ist die Bestimmung der Zellteilungsrate möglich. Das Ergebnis der Untersuchung liefert zusätzliche prognostische Hinweise. Auch für die Untersuchung kutaner Lymphome und die Abgrenzung seltener Tumorentitäten ist die Immunhistochemie von zentraler Bedeutung.
Die molekularpathologische Untersuchung ergänzt die feingewebliche Diagnostik im Hinblick auf die Gewinnung genetischer Information. Unter anderem lassen sich bei einem malignen Melanom in etwa der Hälfte der Fälle Mutationen im BRAF-Gen (dient der Steuerung der Zellteilung und kann bei Mutationen die Tumorbildung begünstigen) nachweisen, die Grundlage einer zielgerichteten medikamentösen Therapie sein können. Auch bei kutanen Lymphomen oder dem Verdacht auf eine Tumorerkrankung mit erblicher Komponente kann die Molekularpathologie wichtige Zusatzinformationen liefern. Darüber hinaus kommen PCR-basierte Verfahren (Polymerase-Kettenreaktion) zum direkten Nachweis von Erregern wie Borrelien, Herpesviren oder Dermatophyten (Fadenpilzen) zum Einsatz.
Besteht der Verdacht auf eine blasenbildende Autoimmunerkrankung oder eine Kollagenose (eine Autoimmunerkrankung, bei der sich Immunreaktionen gegen körpereigenes Bindegewebe richten) wie den Lupus erythematodes, wird zusätzlich zur konventionellen Biopsie eine Gewebeprobe aus der Haut innerhalb der Läsion und aus den benachbarten Bereichen für die direkte Immunfluoreszenz entnommen. Das Verfahren weist bestimmte Antikörper und Komplementfaktoren (spezifische Proteine, die bei einigen Immunreaktionen eine Rolle spielen) direkt in der Haut nach und gilt bei vielen blasenbildenden Erkrankungen als wichtiger diagnostischer Standard, da es typische Ablagerungsmuster entlang der Hautschichten sichtbar macht.
Für die Dermatopathologie ist ein enger Austausch zwischen den behandelnden Ärzten und dem Labor von zentraler Bedeutung. Bei LifeLink arbeiten Fachärzte für Dermatologie mit einer Spezialisierung im Bereich der Dermatopathologie eng mit Hautärzten und Kliniken zusammen, um Gewebeproben zu untersuchen und Befunde im Kontext des klinischen Bildes einzuordnen. Für eine schnelle Mitwirkung an der Diagnosestellung setzen wir auf kurze Bearbeitungszeiten für histologische Routineuntersuchungen, die zwischen 24 und 48 Stunden liegen. In komplexeren Fällen mit Immunhistochemie kann das Ergebnis in einem Zeitraum von 24 bis 72 Stunden vorliegen. Bei interdisziplinären Fallkonferenzen geht es in der Regel um komplexe und seltene Diagnosen. Ermöglicht wird dadurch ein übergreifender Austausch zwischen der Dermatopathologie und anderen medizinischen Fachbereichen sowie eine kontinuierliche fachliche Weiterentwicklung.
FAQ zur Dermatopathologie: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Viele gutartige Hautveränderungen lassen sich klinisch oder mittels Dermatoskopie (Auflichtmikroskopie der Haut) sicher einordnen. Eine Biopsie bzw. die operative Entfernung mit anschließender dermatopathologischer Untersuchung wird jedoch veranlasst, wenn der Verdacht auf eine bösartige Veränderung besteht oder eine sichere klinische Einordnung nicht möglich ist.
Nach der operativen Entfernung eines Hauttumors wird dermatopathologisch geprüft, ob der Tumor vollständig aus dem gesunden Gewebe entfernt wurde. Reichen die Tumorzellen bis an den Rand des Präparats, kann eine Nachbehandlung notwendig sein, um das Risiko der Entstehung eines Rezidivs zu senken.
Die Dermatologie befasst sich mit der klinischen Untersuchung, Diagnose und Behandlung von Hauterkrankungen am Patienten. Die Dermatopathologie liefert die dazu nötigen Befunde aus der feingeweblichen Untersuchung von Haut- und Schleimhautproben unter dem Mikroskop. Es sind in der Praxis genau diese Ergebnisse, mit denen sich eine Verdachtsdiagnose absichern lässt.
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