Was macht ein Facharzt für Innere Medizin?
Das Fachgebiet der Inneren Medizin deckt ein umfassendes Spektrum an Organen, wie das Herz und Gefäßsystem, die Lunge, den Magen-Darm-Trakt sowie die Leber, Nieren und weiteren Stoffwechselorgane ab. Dementsprechend ist das Tätigkeitsfeld eines Facharztes für Innere Medizin (Internist) durch die Vielzahl von Aufgaben in den Bereichen der Prävention, Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der inneren Organe gekennzeichnet.
Im klinischen Alltag fungiert die Innere Medizin häufig als diagnostische Schnittstelle, in deren Rahmen bei komplexen, organübergreifenden Erkrankungen erste Anzeichen identifiziert und der weitere Ablauf koordiniert wird. Typischerweise arbeiten Fachärzte für Innere Medizin eng mit Ärzten anderer Fachdisziplinen wie der Radiologie und Nuklearmedizin oder auch der Krebsmedizin (Onkologie), Endokrinologie oder Neurologie zusammen.
Aufgaben von Internisten in der Diagnostik
Ein wichtiger Anteil der klinischen Tätigkeit des Facharztes für Innere Medizin entfällt auf die Diagnostik von Erkrankungen verschiedener Organsysteme. Ausgangspunkt ist oft die systematische Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) in Verbindung mit der körperlichen Untersuchung des Patienten. Ergänzend kommen die Labordiagnostik (Auswertung von Blut-, Urin- sowie Stuhlproben), funktionelle Tests und diverse bildgebende Verfahren zum Einsatz. Welche Untersuchungsverfahren zur Anwendung kommen, hängt stets vom medizinischen Schwerpunkt im konkreten Einzelfall ab.
In der Herzmedizin (Kardiologie) umfasst das Aufgabenspektrum die Bewertung verschiedener Herzerkrankungen, wie
- der koronaren Herzkrankheit (KHK),
- der Herzinsuffizienz (eingeschränkte Pumpfunktion des Herzens) oder
- Herzrhythmusstörungen.
Bildgebende Verfahren wie die Kardio-MRT oder die Computertomographie (CT) liefern strukturelle und funktionelle Informationen, die für Therapieentscheidungen ausschlaggebend sind.
Bei der Pulmologie liegt das Augenmerk auf der Abklärung von Pathologien wie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) oder interstitiellen Lungenerkrankungen (Veränderungen des Lungengerüstes). Diesbezüglich kommen unter anderem das Röntgen und die CT zum Einsatz.
Bei der Gastroenterologie (Magen-Darm-Heilkunde) liegt der Fokus auf Krankheiten wie Magenkrebs, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder der Leberzirrhose (fortgeschrittener Umbau des Lebergewebes) sowie Stoffwechselerkrankungen, zu denen auch Diabetes mellitus gehört. Mit bildgebenden Verfahren wie der Endoskopie, der Sonographie (Ultraschall) sowie der Kolonographie oder der PET-CT (unter anderem zum Staging maligner gastroenterologischer Krankheiten) kann eine Vielzahl pathologischer Veränderungen identifiziert werden.
Aufgaben von Internisten in der Therapieplanung und interdisziplinären Versorgung
Neben der Diagnostik gehören auch Planungs- und Koordinationsaufgaben für Therapien zum Bereich der Inneren Medizin. Bei onkologischen Erkrankungen – etwa Lymphomen oder Lungenkrebs – arbeiten Internisten in interdisziplinären Tumorboards unter anderem zusammen mit Onkologen, Radiologen und Nuklearmedizinern zusammen. Auf Basis von Befunden aus der PET-CT oder der Magnetresonanztomographie (MRT) werden Behandlungsentscheidungen getroffen. Zudem überwachen Internisten den Therapieverlauf und sind in die Nachsorgebehandlung der Patienten eingebunden, beispielsweise bei Erkrankungen, die eine medikamentöse Langzeittherapie erfordern.
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Fazit: Internisten sind in einem weit gefaßten Aufgabenspektrum tätig
Fachärzte für Innere Medizin decken ein breites Spektrum verschiedener Aufgaben und Tätigkeiten ab. Wo genau die Schwerpunkte – zum Beispiel Kardiologie und Gefäßheilkunde oder Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts – liegen, entscheidet sich anhand der Spezialisierung. Davon hängt auch ab, inwiefern ein Internist eher mit der Versorgung akuter Notfälle oder mit der Betreuung chronisch kranker Personen befasst ist.

